Archive for the 'Gesellschaft' Category
19:10 - Mittwoch, 20. März 2013:
Elena
Unter dem Titel “Digitaler Salon – Fragen zur vernetzten Gegenwart” laden das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und DRadio Wissen jeden letzten Mittwoch zum Digitalen Salon ein. Am 27.03. geht es um “Open Science“: Moderne Kommunikationsmittel eröffnen neue Wege des Publizierens und Kooperierens. Verändert sich dadurch Wissenschaft? Wie sehen diese Wandlungsprozesse aus und was daran ist wirklich neu?
Mit dabei sind unter anderem Prof. Peter Frensch, Vizepräsident für Forschung der Humboldt-Universität zu Berlin, Martin Fenner, Mediziner und Autor für die Public Library of Science (PLoS.org) sowie Sascha Friesike vom Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (Impulsvortrag). Für einen angeregten Austausch sorgt dieses mal Thilo Jahn von DRadio Wissen.
Diskutiert wird in den Institutsräumen des HIIG (Bebelplatz 1 / Ecke Unter den Linden). Alle Sendungen werden gestreamt und auch als Podcast veröffentlicht, sowie auf DRadio Wissen als NETZ.REPORTER XL – Ausgabe gesendet. Die Veranstaltung ist öffentlich, im Anschluss an die Talks erwarten Sie gemütliche Gespräche bei Wein, Brezeln und DJ-Musik.
11:45 - Samstag, 22. Dezember 2012:
Kristin
Geschichten für unterm Weihnachtsbaum
…
Who created the data: Santa Claus, North Pole. An email address would be nice. This way we have some contact information in case we need clarification.
Title: “My List” isn’t a title that is conducive to finding the file again. While it might be tempting to just call this “Santa’s list” that won’t help other folks who see this file. The title should be descriptive of what the data file contains, and “Santa’s List” could be many things: Santa’s list of Reindeer? Santa’s list of toys that need to be made? A more descriptive title might be “Santa’s list of naughty and nice children.”
Date created: We don’t want to confuse this year’s list (2012) with last year’s list (2011). This could lead to all sorts of unfortunate events where nice kids get coal, naughty kids get presents, or infants (who weren’t around in 2011) get nothing at all.
…
Artikel im Scientific American
23:36 - Samstag, 27. Oktober 2012:
Kristin

flickr
12:52 - Dienstag, 21. August 2012:
Maxi
Am 30.8.12 wird von 11.00 bis 15.30 Uhr Konrad Zuse im Rahmen des Konrad Zuse Internet Archive Relaunch Events als Computerpionier vorgestellt. Zum Programm geht es hier. Die Veranstaltung findet am Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin, Takustraße 7, 14195 Berlin im Seminarraum statt (Raumplan). Der
Eintritt ist frei.
0:07 - Dienstag, 31. Juli 2012:
Kristin
from lj.libraryjournal.com:
“When the Iowa City Public Library (ICPL) launched its Local Music Project at music.icpl.org, an effort that makes the music of local musicians freely available to Iowa City library cardholders, it may not have expected the nationwide interest it received. The Project made waves around the country, getting the attention of librarian.net and other venues, despite being only a few weeks old. So far, there are 49 albums available, and the list is growing.
One of the aspects of the project is that the music is freely available to the Iowa City cardholder to keep forever. Senior Librarian John Hiett said of the payment model, “Typically we pay $100 per record, with a few exceptions. This leases us the right to offer cardholders the right to download and keep the music. The lease runs two years, but the downloads are forever. Authentication software restricts access to our immediate service area.”
The local nature of the project, with its strong sense of place, may be part of its appeal. Artist Catfish Keith said despite touring worldwide he prefers to release his music on his Iowa City-based independent label and remain part of the local scene, and artist Tara Dutcher told LJ that her music students think it’s amazing to have such a resource of their local musical heritage…”
14:57 - Donnerstag, 19. April 2012:
Alexander Struck
Zwei Artikel zu Amazon:
How Big is Amazon’s Cloud? und
Amazon’s Secretive Cloud ….
Amazon’s cloud computing infrastructure is growing so fast that it’s silently becoming a core piece of the internet.
1/3 of all users every day [visit a site based on Amazon's infrastructure]
(via /.)
18:19 - Mittwoch, 4. Januar 2012:
Ben
Wer heute das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung aufschlug, hat es vielleicht bemerkt: Mark Greif, laut SZ „einer der wichtigsten jüngeren Essayisten Amerikas“ hat seinem doppelspaltigen Artikel über die Occupy-Bewegung ein kleines wunderbares Loblieb auf die öffentliche Bibliothek als Institution und Symbol des Gemeinsinns eingeschriebem. (Mark Greif: Eine uralte Sehnsucht. In: Süddeutsche Zeitung, Nr. 3/04.01.2012, S. 11) Ein bedrohtes Symbol übrigens, wie die polizeiliche Aussonderungs- und Auflösungsaktion an der Occupy-Bibliothek im Zuccotti Park nur noch einmal mit dem Vorschlaghammer vorführte. Continue reading ‘Occupy und Bibliotheken. Zu einem Beitrag Mark Greifs in der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung.’
14:02 - Montag, 12. Dezember 2011:
Ben
Es ist (aus verschiedenen Gründen und leider) nicht mehr oft der Fall, dass sich im IBI-Weblog noch inhaltliche Debatten entfalten – so selten, dass sogar der Direktlink von der umgestalteten Homepage des Instituts verschwunden ist. Ein Beitrag von Alexander Struck deutete allerdings jüngst wieder einmal an, wie Themendiskussionen in Weblogs entstehen können und da das Thema Berufsethik bzw. ebenso die Frage nach der politischen Positionierung von Bibliothekaren und Infomationsspezialisten jedes Fachbewusstsein permanent begleiten sollte, möchte ich sie aus dem Kommentar-Thread noch einmal herausheben und zugleich auf einen anderen Beitrag zum Thema hinweisen. Continue reading ‘Wieviel Ethik braucht das Fach? Zu einer möglichen Diskussion.’
10:23 - Dienstag, 29. November 2011:
Alexander Struck
Der Gruender der schwedischen Piratenpartei zeigt die schwierige Lage der Urheberrechtsindustrie auf, die im Laufe der letzten 100 Jahre einige lebensbedrohliche Technologiewandel zu erdulden hatte.
The Copyright Industry – A Century Of Deceit
Zuviel Gold in diesem Artikel fuer einen Blockquote…
16:29 - Freitag, 25. November 2011:
Alexander Struck
… oder warum es sich lohnen kann, LIS zu studieren:
In an anonymous industrial park in Virginia, in an unassuming brick building, the CIA is following tweets – up to 5 million a day. At the agency’s Open Source Center, a team known affectionately as the “vengeful librarians” also pores over Facebook, newspapers, TV news channels, local radio stations, Internet chat rooms – anything overseas that anyone can access and contribute to openly.
The most successful analysts, Naquin said, are something like the heroine of the crime novel “The Girl With the Dragon Tattoo,” a quirky, irreverent computer hacker who “knows how to find stuff other people don’t know exists.”
Those with a masters’ degree in library science and multiple languages, [...] “make a powerful open source officer,”
The center is also in the process of comparing its social media results with the track record of polling organizations, trying to see which produces more accurate results
Der Artikel und ein Interview, wo auch der Begriff “Ninja Librarians” faellt.
9:28 - Freitag, 23. September 2011:
MiVo
… heißt eine Tagung, die am 8.10.2011 statt findet und vom FB Informatik und Gesellschaft der HU ausgerichtet wird.
So schaut das Programm am Samstag (ja, ihr habt richtig gelesen… es ist ein Samstag – da hat doch eigentlich jedeR Zeit) aus:
10:00 Eröffnung
10:15-11:00 Informatik – Mitten in der Gesellschaft (Prof. Dr. Stefan Jähnichen)
11:00-13:00 Workshops Panel 1:
- Computer als Medium
- Frauen und Informatik
- Informatik- und Computergeschichte
- Informatik und Dritte Welt
13:00-14:30 Mittagspause
14:30-16:30 Workshops Panel 2:
- Informatik und Ethik,
- Elektronische Demokratie
- Langzeitarchivierung.
16:30-17:30 Abschlussplenum
Alle weiteren Infos findet ihr hier. Und wer sich noch nicht ganz sicher ist – auch unser Fachbereich wird direkt angesprochen:
“Die Bewahrung digitaler Kulturgüter ist eine wachsende Herausforderung. Dabei kommt Emulatoren, die maßgeblich in der Retrogamer Community als Bewahrungswerkzeuge entwickelt wurden, eine immer wichtigere Rolle zu. Das Computerspielemuseum trägt im Europäischen Forschungsprojekt KEEP und als Gründer der AG Emulation im deutschen Kompetenznetzwerk zur digitalen Langzeitarchivierung nestor maßgeblich dazu bei, die Emulatorenstrategie weiter zu erforschen. Der workshop bietet die Möglichkeit Experten und Wissenschaftler im Bereich der Digitalen Bewahrung zu treffen und sich über den aktuellen Stand der Forschung zu informieren.
Der Workshop ist Bestandteil der Tagung des Fachbereichs “Informatik und Gesellschaft” der Gesellschaft für Informatik, die am 8.10. von 10:00 – 17:30 Uhr zu verschiedenen Themen stattfindet. Der von uns mitgestaltete Workshop zum Thema Bewahrung findet von 14:30 – 16:30 Uhr statt.”
…so wird der Workshop auf den Seiten des Computerspielmuseums beworben.
Wer teilnehmen möchte, sollte bis zum 3.10. eine Mail schicken an jochen.koubek@uni-bayreuth.de.
Und die wichtigste Info zum Schluss: Es scheint auch nix zu kosten…
23:50 - Montag, 12. September 2011:
Alexander Struck
Eine inspirierende Dokumentation ueber Richard Feynman. Was macht einen Wissenschaftler aus? Welche Methoden werden verwandt? Oh, und natuerlich geht es auch ein bisschen um Mathematik. Keyquote:
“I have the advantage of having found out how hard it is to really get to know something. How careful you have to be about checking the experiments. How easy it is to make mistakes and fool yourself. I know what it means to know something.”
17:42 - Mittwoch, 7. September 2011:
Ben
Thomas Geuken, Psychologe vom Copenhagen Institute for Future Studies, das thematisch zwangsläufig vieles erforscht, was auch die Bibliotheks- und Informationswissenschaft umtreibt, fuhr für das institutseigene Scenario Magazine ins New Yorker Beta Lab Googles und hat dabei ein an Einblicken reiches Interview mit der im Unternehmen für Forschung und Entwicklung verantwortlichen Corinna Cortes geführt. Continue reading ‘Google, was geht? Das Scenario Magazine berichtet aus dem Beta Lab.’
22:44 - Sonntag, 7. August 2011:
Ben
Während das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als Aufmacher am Montag Charlotte Roches neues Buch “Schoßgebete” großformatig und sicher in Richtung Bestseller-Listenspitzenplatz schickt, bekommt zwei Seiten später Hubert Spiegel etwas weniger Platz, über die für uns noch relevantere und in ihrer Öffentlichkeitswirksamkeit außergewöhnliche Münchener Ausstellung Die Weisheit baut sich ein Haus zu berichten. Der mit großem Foto illustrierte (Die Mátrix der Megabiblioteca José Vasconcelos in Mexiko-Stadt) Text ist dabei ein gelungenes Beispiel für präzise und zielführende Informationsverdichtung: Er kennt (und nennt) sowohl Gabriel Naudé wie die Kamelbibliothek des persischen Großwesirs Abdul Kassem Ismael – also zugleich bedeutende und kuriose Eckpunkte der Bibliotheksgeschichte. Damit gelingt es ihm, in vielleicht 1400 Wörtern glasklar kulturhistorisch nachvollziehbar herauszustellen, welchen maßgeblichen Anteil die Institution Bibliothek an der Entstehung unserer Kultur besitzt und dass sie, entgegen manchen auf ein mögliches baldiges Ableben schnellschießenden Behauptungen, wenigstens neubautechnisch noch sehr fidel daherkommt. Und dabei in verdoppelter Form:
“Heute stehen die Konzepte der introvertierten und der extrovertierten Bibliothek gleichberechtigt nebeneinander.”
Diese bizentrische Gelassenheit wirkt denn auch für uns, die wir uns professionell mit den Verschiebungen der Institution Bibliothek und ihrer Möglichkeiten befassen, angemessener, als beispielsweise das traurige Lied, dass aus der Besprechung derselben Veranstaltung in der Frankfurter Rundschau heraufklang. (vgl. hier) Die Jahrtausende dicke, im Zeitfluss dahinströmende Spur von Bibliothek und Buch, die in der Digitalkultur ein sich permanent verästelndes Delta gefunden hat, scheint doch wirkmächtiger in unsere Kultur eingeschrieben, als dass wir uns grundlegend um ihre Zukunft sorgen müssten. Sorgen wären erst dann angezeigt, wenn wir vergessen hätten, woran das Feuilleton der überregionalen Tagespresse freundlicherweise auch seine anderen Zielgruppen erinnert, nämlich
“dass es wohl keine menschliche Tätigkeit gibt, die sich in der Bibliothek nicht ausüben ließe, vom Essen und Schlafen bis zum Küssen und Morden.”
Und nebenbei die Konstruktion aller Facetten unserer kulturgestalteten Lebenswelt.
(Spiegel, Hubert: Auch die Karawane muss alphabetisiert sein. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 08.08.2011, S.25)
23:14 - Mittwoch, 13. Juli 2011:
Ben
“wer braucht jetzt noch ein Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaften?”
fragt beinahe rührend eine unbekannte Solveig in ihrem Kommentar zu Alexanders kleinem Posting zum von Google finanzierten Unabhängige[n] Forschungsinstitut für Internet und Gesellschaft mit den Gesellschaftern Humboldt-Universität zu Berlin, Universität der Künste Berlin und Wissenschaftszentrum Berlin. Continue reading ‘Wirtschaft und Gesellschaft? Eine Anmerkung zu Googles unabhängigem Forschungsinstitut aus Sicht der Bibliotheks- und Informationswissenschaft.’
11:31 - Dienstag, 12. Juli 2011:
Alexander Struck
wird jetzt in einem von Google anschubfinanzierten Institut erforscht. Die Meinungen dazu gehen auseinander. Ende Oktober soll es losgehen. Webometrie haette ich ja auch als Forschungsgegenstand erwartet, ist aber vielleicht nicht gesellschaftsrelevant ; )
Siehe auch: Google in Berlin
16:39 - Donnerstag, 23. Juni 2011:
Alexander Struck
Die Europaeische Kommission untersucht gerade einen sportlichen Forschungsmittelbetrug von 50 Mio Euro.
The fraud has been conducted in a “highly sophisticated manner, resembling money laundering”, by means of a cross-border network of fictitious companies and subcontractors
All departments handling research grants [...] are now trained to look out for the methods used by the network. Guidelines for evaluating projects and their partners are set to be updated.
Und das passierte trotz der Buerokratie …
Concerned about the burden of Brussels bureaucracy, several thousand European scientists signed a petition this year (www.trust-researchers.eu) calling for the framework to be “based on mutual trust and responsible partnering”.
(via fefe)
20:59 - Mittwoch, 22. Juni 2011:
Ben
“Das Web 2.0 ist vor- und zugleich nachdemokratisch. Es hebelt nicht nur nationale Gesetzgebung aus, formale Strukturen politischer Partizipation, es verdrängt nicht nur die alten Medien, sondern lässt einen neuen, gleichsam alten Menschentypus auf die Bühne treten: den sozial hyperaktiven, den um Status und Witz kämpfenden Höfling, den reaktionsschnellen und bewertungssüchtigen, den geistreichen Parvenü.” (ZEIT, 48/2009, S. 51)
Aus der nicht allzu üppig bestetzten Generation der jungen Netzkritiker ragt der 1975 geborene Schriftsteller und Feuilletonredakteur bei der ZEIT Adam Soboczynski mit bemerkenswerter Schroffheit hervor. Das mag unter anderen auch daran liegen, dass sein Medium ihm dennoch genug Publizität verschafft, um auch im Internet permanent sichtbar und zu einem vielgeklickten Autoren zu werden. Im diskursökonomischen Gemenge treibt seine Stimme jedenfalls häufig weit an der Oberfläche.
Wenn man seine Publikationsbiografie zum Beispiel vom Meilenstein-Text Das Netz als Feind. (Untertitel: Warum der Intellektuelle im Internet mit Hass verfolgt wird) aus dem Jahr 2009 ausgehend verfolgt (vergleiche dazu auch hier), dann hat man jedoch auch als jemand, der dem unreflektierten Gebrauch des Kommunikationsnetzwerks Internet gern mal mit Skepsis, mal mit Kritik gegenüber steht, wenig Grund, ein Fan zu werden. Das Eingangszitat demonstriert anschaulich, dass für den ZEIT-Artikel nicht unbedingt ein Kalligraph des ausgewogenen Sacharguments an den Tasten saß, sondern ein Mann weniger mit einer Mission als mit einem klar umrissenen Feindbild. Continue reading ‘“Die Zeit scheint eine neue Ordnung der Dinge herbeiführen zu wollen”. Ein kurzer Blick auf Adam Soboczynskis postdemokratische Netzgesellschaftstheorie.’
13:37 - Mittwoch, 25. Mai 2011:
Alexander Struck
Als Hintergrund fuer manch technisch orientierte Veranstaltung am Institut: Eine sehr lehrreiche Dokumentation ueber Bulletin Board Systems, die in Teilen bei Google Video oder auch im Internet Archive verfuegbar ist. Es werden unter anderem Handshakes besprochen, die ‘Juhu’ sagen, Fidonet und OPUS werden behandelt und auch in Bezug auf Umgehung von Zensur erwaehnt. (Siehe auch: Fidonet & Egypt Revolution) Das Problem der zentralen Autoritaet ueber die Zulassung von Knoten im Netz wird diskutiert. Der Unterschied zwischen ‘Hacker’ und ‘Cracker’ wird ausgefuehrt, Programmierer erhalten Fan-Mail (!), DJs spielen Songs, die im BBS chat gewuenscht wurden … Open Source, Shareware, ARPAnet, Teletype, Flame Wars, Assembler, Reverse Engineering, Huffman Kodierung, ZIP, ARC, und und und … Copyright infringement wird behandelt und schoene ANSI Art z. B. von ACiD, iCE und anderen gezeigt. Und es gibt Unicorns : )
19:05 - Freitag, 13. Mai 2011:
Ben
Für meine u.a. gestern vertretene These zur Stabilität des Mediums Buch in bestimmten Statuskreisen passt ein Detail des heute in der FAZ von Jordan Mejias vorgestellten, fantastischen Wohnhochhauses, das Frank Gehry in den New Yorker Himmel wachsen ließ.
Die Wohnungen des Hipster-Gebäudes schlechthin mit seinen für den Berliner Blick astronomischen und für den New Yorker Blick eher teuren Mieten (für eine schlichte Einraumwohnung ab umgerechnet ca. 1700 Euro) bieten zwar, wie Jordan Mejias betont und ein kurzer Blick auf die Grundrisse zeigt, eine “allzu genügsame Quadratmeterzahl”. Sie folgen aber auch, was die FAZ ein wenig verschweigt, einem anderen Ansatz: Wer in die Adresse 8 Spruce Street zieht, bekommt mehr als seine vier Wände. Die Wohnmaschine mit ihren 76 Geschossen erinnert ein bisschen an eine postmodern aktualisierte und vertikalisierte Bandstadt aus dem Sozgorod-Umfeld, indem sie nicht weniger zum Ausdruck bringt, als ein Wohnen jenseits der Dingkultur. Continue reading ‘Exclusive Access. New Yorks zeitgenössischstes Wohngebäude hat eine Mieterbücherei.’
18:36 - Donnerstag, 12. Mai 2011:
Ben
«Büchereien zu schliessen, ist Kindesmissbrauch», rief auch der Schriftsteller Alan Bennett, der sich an Bibliotheksbesuche als essenziellen Bestandteil seiner Kindheit erinnert.
berichtet Marion Löhndorf im Feuilleton der heutigen Neuen Zürcher Zeitung (Es lebe das Lesen, 12.05.2011). Gegenstand ihres Berichts ist die britische Lesekultur und mit Alan Bennett und seiner glücklichen Bibliothekskindheit zitiert sie sicher einen der souveränsten Leser seines Landes. Continue reading ‘Britpopliteratur mit Misston. Die NZZ über die Eventarisierung des Lesens und den Niedergang der öffentlichen Bibliotheken in Großbritannien.’
14:58 - Donnerstag, 12. Mai 2011:
MiVo
Die Plagiatsaffären um Karl-Theodor zu Guttenberg und Silvana Koch-Mehrin konnten in den letzten Wochen und Monaten ja mehr als einmal ein höhnisches Grinsen auf die Lippen zaubern. Gestern erst gab die Untersuchungskommission der Universität Bayreuth ihr Urteil zu den Plagiatsvorwürfen gegenüber dem Ex-Verteidigungsminister bekannt (jaaa, er hat vorsätzlich getäuscht… wer hätte es gedacht) und Koch-Mehrin trat von ihren Ämtern zurück (auch hier gibt es eigentlich wenig Grund zu Mitleid, zumal sie ja ihren Sitz im Straßburger Parlament behalten will – nur so ein halber Rücktritt also).
Heute dann ein Interview des HU-Präsidenten mit der Berliner Morgenpost, in dem er laut über mögliche Folgen dieser Skandälchen nachdenkt. Jan-Hendrik Olbertz kündigt an, dass er sich für ein verschärftes Promotionsrecht in seinem Hause einsetzen werde:
“Ich dringe darauf, dass es künftig eine Rahmenpromotionsordnung gibt, die vorschreibt, dass Abschlussarbeiten immer auch in elektronischer Form abgegeben werden. Damit wenigstens immer die Möglichkeit besteht, sie auch in Bezug auf unerlaubte Übereinstimmungen mit anderen Arbeiten zu überprüfen.”
Na, wollen wir doch mal abwarten, was daraus wird – die Mühlen mahlen ja bekanntlich langsam im Universitätsbetrieb. Diese Angelegenheit scheint der HU noch nicht mal eine Pressemeldung auf den eigenen Seiten wert.
Was unser Präsident in dem Interview nicht erwähnt, ist, wie eine solche Überprüfung eigentlich vorgenommen wird. Stichwort Plagiaterkennungssoftware. Diese ist übrigens Thema des nächsten BBKs am 17.05.2011: Plagiatserkennungssoftware: Wundermittel oder Zeitverschwendung -Prof. Dr. Debora Weber-Wulff (Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin)
22:59 - Mittwoch, 27. April 2011:
Ben
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung ist nun wahrlich nicht als Trend-Medium bekannt. Sondern eher dafür, dass sie die Gegenwartskultur mit einer ziemlich bodenständigen, bildungsbürgerlichen, bewahrensorientierten Elle misst und Ausdrücke wie Arrière-Garde richtig zu gebrauchen versteht. Daher mutet es mitunter beinahe rührend an, wenn sie doch zu Scherenelementen am Pauschenpferd der Modewelt des digitalen Lifestyles ansetzt. Im Feuilleton der morgigen Ausgabe ist es denn wieder so weit (Kafka pour homme. In: Ausgabe vom 28.04.2011, S. 29). Angesichts der Ankündigung Karl Lagerfelds, einen Duft des Buches zu kreieren, schwingt sich der Kolumnist namens dhaa Daniel Haas zu einer sinnlichen Kür über sein Gerät, dass es mir fast schwer fällt, auf diesen Hut der duften Medienreflektion noch einen zweiten zu setzen: Continue reading ‘Paper Passionsfrucht. Das FAZ-Feuilleton entdeckt den Librarian Chic.’
19:42 - Freitag, 15. April 2011:
Ben
Das “Book Department” des New Yorker hat noch eine interessante Nachricht für alle, die jetzt auf dem Weg in die nächste Bibliothek und Buchhandlung sind, um sich wie immer viel zu viel zum Lesen für das Wochenende zu besorgen. Also z.B. für mich.
Jeannie Vanasco referiert auf der Book Bench des Wochenblatts eine Studie von Brian A. Patrick (Assistant Professor of Medicine and Pediatrics at the University of Pittsburgh School of Medicine) et al. zum Zusammenhang des Mediennutzungsverhaltens mit Depressionen (Primack BA, Silk JS, Delozier CR et al: Using ecological momentary assessment to determine media use by individuals with and without major depressive disorder. In: Archives of Pediatrics & Adolescents Medicine. 2011, April (4) S. 360-365. doi:10.1001/archpediatrics.2011.27): Continue reading ‘Das Buch als Prozacco? Eine Studie zu Depression und Mediennutzung, referiert beim New Yorker’
15:56 - Mittwoch, 6. April 2011:
Ben
Das kalifornische Newport Beach ist nicht nur die Wahlheimat Jürgen Klinsmanns sondern momentan auch dafür bekannt, dass sie die dortige Public Library zwar public bleibt, jedoch zugleich zur bookless library wird. Wie die Los Angeles Times am verdächtigen 01.04. aber doch wohl wahrheitsgetreu berichtete, ergab eine Analyse des Nutzungsverhaltens, dass der Griff zum Buch nicht mehr Kern der Benutzung ist. (Mike Reicher (01.04.2011): Tomes’ time might be up at Newport Beach library. latimes.com) Vielmehr wird die Bibliothek hauptsächlich als gratis Internet-Café benutzt:
“Most visit the branches to study, to plug their laptops into work spaces or to use computers with Internet connections.” Continue reading ‘Die bücherfreie Bibliothek als höchste Eisenbahn, in Newport Beach’