Archive for the 'BID-News' Category

“Zugänglich in Ausnahmefällen”

In seinem lesenswerten Artikel beklagt Autor Götz Aly in der heutigen Berliner Zeitung, das Fehlen einer zentralen Forschungsbibliothek zum Nationalsozialismus in Berlin.

Berlin ist arm und verpulvert das wenige verfügbare Geld in möglichst vielen Kleinbibliotheken. Der heutige Holocaust-Gedenktag gibt Anlass, über die groteske Aufsplitterung der zeitgeschichtlich und judaistisch angelegten Sammlungen nachzudenken.

Aly bringt beschreibt Vielzahl von Beispielen an kleinen Forschungsbibliotheken hervor, anhand derer seine Argumentation für eine zentrale Lösung  in der Kreuzberger Blumenhalle durchaus nachvollziehbar ist. Ich bezweifle aber ebenso wie der Autor, ob die jeweiligen Institutionen / Unterhaltsträger dazu bereit sind. Zu viele Interesseen gelte es zu berücksichtigen. Wünschenswert ist es in jedem Fall. Sollte Alys Idee Realität werden, wäre das Bibliothekswesen auf einem neuen Niveau des Übergangs von Zweischichtigkeit zur Einschichtigkeit angekommen…

Kennt jemand ein Beispiel, wo Bibliotheken unterschiedlicher Institutionen zu einem Forschungsbereich in einer Einrichtung aufgegangen bzw. zusammengefasst worden sind?

Bibliotheken in Afrika im Zentrum Moderner Orient

Wer die Ausstellung “Bibliotheken in Afrika” im letzten Jahr im Institut nicht gesehen hat oder sie nochmal sehen möchte, kann das ab heute im Zentrum Vorderer Orient machen.
(Oder auch in der libreas nachschauen.)

Flyer zur Ausstellung Bibliotheken in Afrika im ZMO

Flyer zur Ausstellung Bibliotheken in Afrika im ZMO

Neue umweltfreundliche Suchmaschine

Pünktlich zum Klimagipfel erscheint nun also eine Suchmaschine, deren Sinn es ist, den Regenwald zu schützen und damit die negative CO2-Bilanz von bisher üblichen Suchmaschinen auszugleichen. Die Suchmaschine wird unterstützt von Yahoo, Bing und dem WWF. Unter www.ecosia.de kann man seine Suchanfragen stellen und laut Statistik mit jeder Suchanfrage ca. 2 qm Regenwald retten.
Also ich finde, da könnte sich ein Umstieg schon lohnen. Bei der Statistik habe ich mich gerade etwas gewundert, warum man mit einer Spende aus Ecosia von 11,56 EUR an den WWF bereits über 23.000 qm Regenwald gerettet haben wollte … und da plötzlich bei der nächsten Anfrage war die Angabe über die Höhe der Spenden an den WWF in der Statistik verschwunden … Nun ja, da scheint es also noch einige Unklarheiten zu geben, aber das Anliegen finde ich sehr begrüßenswert und hoffe, dass es nicht das einzige positive Ergebnis rund um den Klimagipfel bleibt …
Ganz empfehlenswert finde ich auch das Video “Wie es funktioniert” auf der Ecosia-Seite, um sich nochmal über die Hintergründe zu informieren.

Medienstiftung schreibt Förderpreis “Buchwissenschaft” aus

Bewerbungen noch bis zum 20.01.2010 möglich. Aus dem Ausschreibungstext:

“Der „Förderpreis Buchwissenschaft“ richtet sich an Hoch- und Fachhochschulabsolventen sowie Wis-
senschaftlerinnen und Wissenschaftler im deutschen Sprachgebiet, die sich in Abschluss- und Qualifi-
kationsarbeiten (Arbeiten der Abschlüsse Diplom, Magister, B. A. und
M. A.; jedoch keine Dissertationen oder Habilitationen!) – ohne Einschränkung der Fachdisziplin – mit
buchwissenschaftlichen Fragestellungen auseinandergesetzt haben. Die Arbeit muss unveröffentlicht
sein. Buchwissenschaft im weitesten Sinne umfasst die Materialität und Medialität des Buches ebenso
wie soziale, ökonomische, kulturelle, rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen der Buchher-
stellung, -verbreitung und -rezeption in Vergangenheit und Gegenwart. “

Zur kompletten Ausschreibung

Die moderne Buchwissenschaft ist eng mit dem Wissenschaftsstandort und
>> Buchplatz Leipzig verbunden. Der ?Förderpreis Buchwissenschaft?
>> unterstreicht diese Bedeutung, indem er jährlich eine
>> Studienabschlussarbeit prämiert, die höchsten wissenschaftlichen
>> Ansprüchen genügt und einen innovativen Beitrag zur Fachdisziplin
>> leistet. Die Auszeichnung wird von der Medienstiftung der Sparkasse
>> Leipzig in Gemeinschaft mit der Universität Leipzig, Institut für
>> Kommunikations- und Medienwissenschaft, vorgenommen. Sie wird in
>> Erinnerung an Prof. Dr. theol. Dr. phil. Dietrich Kerlen verliehen, der
>> zwischen 1995 und 2004 entscheidend zum Aufbau und zur Profilierung der
>> ?Leipziger Buchwissenschaft? beigetragen hat.
>>
>> Der ?Förderpreis Buchwissenschaft? richtet sich an Hoch- und
>> Fachhochschulabsolventen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
>> im deutschen Sprachgebiet, die sich in Abschluss- und
>> Qualifikationsarbeiten (Arbeiten der Abschlüsse Diplom, Magister, B. A.
>> und M. A.; jedoch keine Dissertationen oder Habilitationen!) ? ohne
>> Einschränkung der Fachdisziplin ? mit buchwissenschaftlichen
>> Fragestellungen auseinandergesetzt haben. Die Arbeit muss
>> unveröffentlicht sein. Buchwissenschaft im weitesten Sinne umfasst die
>> Materialität und Medialität des Buches ebenso wie soziale, ökonomische,
>> kulturelle, rechtliche und institutio-nelle Rahmenbedingungen der
>> Buchherstellung, -verbreitung und -rezeption in Vergangenheit und
>> Gegenwart.
>>
>> Über die Verleihung entscheidet eine Jury. Die Medienstiftung der
>> Sparkasse Leipzig und die Juroren schreiben hiermit den Preis für das
>> Jahr 2010 aus und bitten um Einsendung einschlägiger Abschlussarbeiten
>> bis zum 20. Januar 2010 an:
>>
>> Medienstiftung der Sparkasse Leipzig
>> ?Förderpreis Buchwissenschaft 2010?
>> Menckestraße 27
>> 04155 Leipzig
>>
>> Eigenbewerbungen sind möglich. Die einzureichende Arbeit, die zwischen
>> dem 1. Dezember 2008 und dem 31. Dezember 2009 fertiggestellt sein muss,
>> wird in zwei gebundenen Exemplaren und zuzüglich als pdf-Datei erbeten.
>> Der Bewerbung sollen eine schriftliche Begründung von max. zwei Seiten,
>> ein zusammenfassendes Thesenpapier sowie ein tabellarischer Lebenslauf
>> der Bewerberin / des Bewerbers beiliegen.
>>
>> Der ?Förderpreis Buchwissenschaft? der Medienstiftung der Sparkasse
>> Leipzig wird anlässlich der Leipziger Buchmesse 2010 im Rahmen einer
>> öffentlichen Veranstaltung der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig und
>> der Universität Leipzig verliehen. Er ist mit einem Preisgeld von
>> 2.500,00 EUR verbunden.

Ausschreibung für Studierende der Bibliotheks- und Informationswissenschaft (LIS) weltweit

Unter dem Motto “Adopt a Student! – Open Access to IFLA – Open a door to
IFLA’s network!” bietet die IFLA Section Education & Training
LIS-Studierenden die Möglichkeit einer kostenlosen einjährigen
Mitgliedschaft im Weltbibliotheksverband IFLA.

Weitere Informationen findet man auf der Webseite der Section.

Rückschau auf den “Study Visit : Multicultural Libraries: practice makes perfect!” vom 2-3 November in Rotterdam

Vom 2.11.-3.11. nahm ich an einer Tagung zur multikulturellen Bibliotheksarbeit in der Stadtbibliothek Rotterdam teil, an der BibliothekarInnen aus Spanien, Israel, Norwegen, Schweden, Belgien, den Niederlanden und Deutschland teilnahmen. Best Practice Beispiele aus Deutschland und Belgien wurden keine vorgestellt. Eine Gruppe von Studenten der HdM Stuttgart waren mit ihren Dozenten und mir die einzigen Teilnehmer aus Deutschland. Ein ausführlicher Bericht, zu dem bald ein zweiter Teil folgt, findet sich hier. Darüber hinaus hatte ich Gelegenheit das Library Concept Center in Delft und die Stadtbibliothek Den Haag zu besuchen. Demnächst erscheint hierzu ein weiterer Bericht im IFLA-Newsletter Library Services to Multicultural Populations, der andere Schwerpunkte setzt. Hingewiesen sei noch auf das Grundtvig Programm, das im nächsten Jahr im Zuge des European Year for Combating Poverty and Social Exclusion , für Bibliotheken attraktive Fördermöglichkeiten bietet. In Frage kommen insbesondere Lernpartnerschaften, Workshops und Freiwilligenprojekte. Mögliche Zielgruppen wären Migranten, erwachsene Schulabgänger ohne Abschluß und Ältere.

Study-Visit-first-day-300x225

Open IBI Stammtisch am 11.11.

Liebe Studierende des IBI!

Die Fachschaftsinitiative lädt am kommenden Mittwoch, den 11.11., zu
18.30h in die BibLounge ein. berlinerpunk

Schwerpunktmäßig wollen wir uns diesmal mit der Planung der IBI-Weihnachtsfeier und dem Essen von Pfannkuchen beschäftigen.
Wir freuen uns auf euch!

Eure Fachschaftsinitiative
[auch DU kannst dabei sein!]

IBI Alumni Treffen am 7. November

Liebe Ehemalige und Freunde des IBI,

die IBI Alumni Initiative lädt in diesem Jahr bereits zum fünften Mal zu einem gemütlichen Treffen am 7. November nach Berlin ein. Seid dabei und nutzt die Gelegenheit, AbsolventInnen, ProfessorInnen, Emeriti, MitarbeiterInnen und Studierende des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft wieder zu treffen.

  • Aus gegebenem Anlass laden wir um 15 Uhr zu einer Führung durch das neue Gebäude der Universitätsbibliothek, das Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum ein (Teilnahme nur bei Anmeldung möglich). Ein besonderer Dank gilt dabei unserem Alumnus Olaf Eigenbrodt, der diesen Rundgang für uns ermöglicht.
  • Anschließend, gegen 16.30 Uhr, möchten wir euch im Institut gern unsere neue Juniorprofessorin Vivien Petras vorstellen und bei einem kleinen Sektempfang auf unsere diesjährigen Bachelor- und Magisterabsolventen anstoßen.
  • Den Abend werden wir ab ca. 18 Uhr im Restaurant Via Nova ausklingen lassen (wie bereits im vergangenen Jahr auf Selbstzahlerbasis).

Anmeldung unter ibi.alumni@ibi.hu-berlin.de bis spätestens 30.10.2009 mit Angabe der teilnehmenden Personen und ob ihr auch bei der Bibliotheksführung dabei sein möchtet.

Bis zum 7. November und liebe Grüße,
eure Christin und die IBI Alumni Initiative

BookServer als Retter vor dem Google-Monopol?

Nachdem sich Bibliotheken (und auch kritische Normalbürger) mit einen unguten Gefühl mit dem entstehenden GoogleBooks-Monopol  gerade arrangierten, tritt  ein neuer Global Player im Bereich Online-Bücher auf den Plan: das Internet Archive plant mit seinem BookServer eine zentrale offene eBook-Plattform – die in ihrer Funktionalität über GoogleBooks weit hinausgeht:

BookServer is a framework of tools and activities. It is an open-architectured set of tools that allow for the discoverability, distribution, and delivery of electronic books by retailers, librarians, and aggregators, all in a way that makes for a very easy and satisfying experience for the reader, on whatever device they want.

Entnommen ist dieses Zitat aus dem Bericht von ftoolan bei Follow the Reader über die Präsentation von Brewster Kahle und seinem Team.  Während GoogleBooks sich langsam an die Vermarktung seiner Digitalisate macht, ist man beim Internet Archive schon ein paar Schritte weiter: freie Werke und geschützte Werke – zum Kaufen oder Leihen – vereint. Und wo es möglich ist, wird Open Content realisiert – gerade auch für Benachteiligte. Mal abgesehen von den Konvertierungsmöglichkeiten auf diverse  Smartphones, Kindle und iPhone sind diese Features einfach zukunftsweisend:

Next he announced that not only were these files available in ePub form, but that they were available in the “Daisy” format as well.  Daisy is the format used to create Braille and Text to Speech software interpretations of the work.

Raj Kumar from Internet Archive demonstrated how the BookServer technology can deliver books  to the OLPC (One Laptop per Child) XO laptop, wirelessly.  There are 1 million of these machines in the hands of underprivileged children around the world, and today they just got access to 1.6 million new books.

The last demonstration was not a new one to me, but Raj came back on and he and Brewster demonstrated how using the Adobe ACS4 server technology, digital books can be borrowed, and protected from being over borrowed from libraries everywhere.

So das war jetzt ein kleiner Vorgeschmack, ich empfehle unbedingt die gesamte Berichtserstattung zu lesen! Wenn das wirklich alles Realität wird…werden sich wohl auch die Bibliotheken mit ihren Digital Libraries umgucken müssen! ;-)

Reblog this post [with Zemanta]

Rückschau auf die Veranstaltung „Das Fremde in uns und wir im Fremden“ vom 07.10.09 im Puttensaal der Bibliothek am Luisenbad in Berlin-Wedding

Für alle, die diese dreistündige Veranstaltung verpasst haben, gibt es im Blog bibliothekarisch.de eine kurze Zusammenfassung . Zu Beginn wurden Bücher des Simon-Verlags für Bibliothekswissen zu den Themen Projektförderung, Sozialer Bibliotheksarbeit, Informationskompetenz für Migranten und Diversity Management für Bibliotheken vorgestellt. Im Anschluß wurde nach einer kurzen Pause dazu Bezug genommen und vor allem über die Themen (soziale) Teilhabe, Integration, Lebenslanges Lernen, Bibliotheksverständnis, Antidiskriminierung und Mehrsprachigkeit im Round Table debattiert. Gäste für den Round Table waren Herr Prof. Dr. Hobohm (Dekan, FH Potsdam), Frau Lourina de Voogd (Vereniging van Openbare Bibliotheken VOB, Netherlands Public Library Association, Den Haag), Herr Mark Terkessidis (Migrationsforscher, Radiomoderator und Journalist), Frau Canan Bayram, (Migrationspolitische Sprecherin der Grünen, MdA, Berlin) und Herr Oumar Diallo (der Leiter des Afrikahauses Berlin). Die diskutierten Themen werden hoffentlich dank der Zukunftswerkstatt, anderen Multiplikatoren (der Politik) und Bibliothekaren aus dem Nischendasein verschwinden, da ja die Interkulturelle Bibliotheksarbeit gemeinhin immer noch als Sonderaufgabe (jede Art von interkultureller Arbeit) verstanden wird. Ein ehrgeiziges Unterfangen sollte die Erreichung des strategisches Ziels der dbv-Kommission Interkulturelle Bibliotheksarbeit eines sog. „Intercultural mainstreaming“ als Querschnittsaufgabe in allen Bereichen, vom Bestandsaufbau bis hin zur Personalpolitik, sein. Auf Anfrage ist es möglich eine Aufzeichnung der Veranstaltung vom Simon-Verlag für Bibliothekswissen zu erhalten.

Ein Fest der Architektur, die WELT zum Grimm-Zentrum

Majestätisch flankieren den Lesesaal lange Treppenläufe, als Bodenbelag taucht der Jurakalkstein der Fassade wieder auf und das Fassadenraster kehrt in den Regalen aus amerikanischer Kirsche zurück – es ist ein Kennzeichen Majestätisch flankieren den Lesesaal lange Treppenläufe, als Bodenbelag taucht der Jurakalkstein der Fassade wieder auf und das Fassadenraster kehrt in den Regalen aus amerikanischer Kirsche zurück [...]. Das Grimm-Zentrum ist zweifellos ein Fest der Architektur, aber deswegen auch eine Feier der Bücher und ihrer Nutzer.von Dudlers Architektur, dass er mit wenigen erwählten Materialien eine ruhige Homogenität, und hier auch eine durchlässige Verschränkung von Innen und Außen erreicht. Das Grimm-Zentrum ist zweifellos ein Fest der Architektur, aber deswegen auch eine Feier der Bücher und ihrer Nutzer.

Die WELT feiert heute aus aktuellem Anlass eine “Bibliothek der Superlative“.

“Schläfer”

Ein kleinformatiges Buch, das man um 90° gedreht liest. Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich neu ist, sieht aber nach einer neckischen Idee aus: dwarsligger (etwa: Schläfer). Könnte funktionieren, wer weiß. Leider haben die Niederländer noch keine englischen Informationen auf die Seite gestellt, aber die Videos sagen eh mehr als tausend Worte.

Die BnF und Google: Das Thema der Woche

Thema des Tages, wenn nicht der Woche und zwar weltumspannend wird mit Sicherheit, dass Google nun auch mit Beständen der BnF seine Bestände an digitalisierten Büchern ausbauen wird. Es ist klar, dass es bei dieser “radikalen Wende” (FAZ) um mehr als eine Projektkooperation geht.  Im medial und auch manchen bibliothekarischen Kreisen gern ausgerufenen Kulturkampf Europas kulturelles Erbe vs.  Google-Books ist das Entsetzen daher wohl recht groß. Eine üppige Diskussion entspinnt sich gerade La republique des livres-Blog. Und auch die Kommentarliste der Times, die Google bruises Gallic pride as national library does deal with search giant titelt, füllt sich so langsam. Für ambitionierte Diskursbeobachter steht nun vermutlich und endlich nach dem Abflauen der Urheberrechtsdebatte wieder eine aufregende Medienbeobachtungzeit mit glühenden Nachrichtenaggregatoren und sich überschlagenden Feuilletons an.

studentische Hilfskraft im ZIB

Das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin sucht zur Unterstützung bei Forschungs- und Entwicklungsarbeiten eine studentische Hilfskraft (Kennz.: SH 05/09). Bewerbungen bis zum 23.8.2009 an Mail: rusch@zib.de oder an ZIB, Verwaltung, Takustr. 7, 14195 Berlin-Dahlem
Aufgaben: Continue reading ’studentische Hilfskraft im ZIB’

Die Deutsche Digitale Bibliothek, als Aktueller Begriff beim Bundestag

In der Deutschen Digitalen Bibliothek sollen die Datenbanken von über 30.000 Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland vernetzt und durch spezielle Suchwerkzeuge erschlossen werden. Geplant ist, die Bestände von Bibliotheken, Archiven, Museen, Mediatheken sowie Kulturdenkmale in der DDB zugänglich zu machen. Technologisch fortgeschrittene Recherche- und Präsentationstechniken sollen eine übergreifende, multilinguale Suche in den Datenbeständen der Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen ermöglichen.

Der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages, der jüngst eine vielbeachtete Aufstellung zum “Für und Wider des Heidelberger Appells” zusammengestellt hat (Download als PDF), gab ebenfalls ein kurzes Übersichtspapier zur Deutschen Digitalen Bibliothek heraus: Aktueller Begriff: Deutsche Digitale Bibliothek (PDF).

Dominic hat Bibliotheksverbot. Warum? Colbert Nation kennt die Antwort.

“And now I hate them because they kicked me out.”

Stephen Colbert präsentiert in seiner Colbert Nation die traurige Geschichte eines kleinen Junge, der auf einer Summer Reading Party einer öffentlichen Bibliothek in Nazareth, Pennsylvania mit mit einer Tröte marschierte und damit fotografiert in die lokale Zeitung kam. Leider wohnt er aber im Nachbarort Tatamy, das einem anderen Verwaltungsbezirk angehört und daher die Memorial Library of Nazareth and Vincinity nicht unterstützt. Aus diesem Grund wurde ihm die Benutzung der Bibliothek umgehend untersagt. “It can be very very confusing.” In der Tat. Und für Colbert Nation ist diese Bibliotheksgeschichte aus Schilda, Pennsylvania natürlich ein willkommenes Thema.

The Colbert Report Mon – Thurs 11:30pm / 10:30c
Nailed ‘Em – Library Crime
www.colbertnation.com
Colbert Report Full Episodes Political Humor Tasers

Zuflucht Bibliothek, in den USA

Wir alle loben und preisen ja gerne unsere Bibliotheken und ihre unverzichtbare Arbeit im Sinne der Bildung. Andernorts leisten Bibliotheken aber noch ganz andere Dienste – als Zufluchtsorte für diejenigen, denen gar nichts mehr geblieben ist.

schreibt Holger Ehling heute im Auslands-Blog des Börsenblatts und berichtet am Beispiel Messerstecherei zwischen zwei Obdachlosen in Arlington Heights im letzten Winter darüber, dass die Themen Gefahrensituationen in Bibliotheken (hier eine deutsche Website zum Thema) und Soziale Bibliotheksarbeit in anderen Teilen der Welt weitaus präsenter sind als hierzulande:  Bibliotheken als Zuflucht

Die Entführung aus dem Serail (des Werkes) in das Stadion (des Textes): Ein weiteres Heidelberger Sprachbild

Ob nach all dem die Urheber selbst profitieren werden, die von den verschiedenen Interessensvertretern gerne vorgeschickt werden, weil “Urheberrecht” edler klingt als “Verwerterinteresse”, bezweifelte der Juraprofessor Alexander Peukert von der Uni Frankfurt, der beim Book Settlement alles in allem einen abweichenden Standpunkt vertrat, in der Frage der Google Buchsuche nicht dramatisieren wollte und rundheraus bestritt, dass es irgendwo tatsächlich einen “Publikationszwang” im Namen von Open Access gebe. Er schien das für einen Popanz zu halten, hinter dem sich die besagten Interessen verschiedener Akteure verbargen. Peukert sprach auch als einziger den Ruf der Medienkonzerne nach einem Leistungsschutzrecht an und zog damit die Proteste des Börsenvereins auf sich, der beteuerte, anders als die Zeitungskonzerne keine derartigen Rechte einführen zu wollen. Den totalen Eigentumsanspruch der Autoren Reuß und Rieple wehrte Peukert mit einem Spruch des Bundesverfassungsgerichts ab: “Werke gehen in das Allgemeingut ein.”

Wer gestern etwas Vernünftigeres vorhatte, als sich vor Ort den offensichtlich die Taktik der Zermürbung verfolgenden Hauptakteuren aus dem Heidelberger Appell-Zirkel auszusetzen, tat das Richtige und findet eine angemessene Zusammenfassung der Tagung zur “Autorschaft als Werkherrschaft in digitaler Zeit” im Ententeich des Perlentauchers: Die Früchte des Internets.

Die Argumentation der  Meinungsvorführer büßt langsam deutlich an Verve ein und beruht weitgehend nur noch auf einem sehr tönern aufgebockten und vor allem trotzigen Elitarismus. Vom Argument hat man sich dagegen ziemlich verabschiedet. Es ist wohl die Freude am rhetorischen Spiel um eine inhaltlich eigentlich leere Mitte, die sich hier Bahn bricht. Da spaltet man dann schon einmal in grotesker Form das eine Haar, welches Alexander Peukert in der Google-Kalkulation um die Verteilung der Werbeeinnahmen fallen lässt, um sich nicht mit den durchaus schlüssigen Argumenten des “nur” Tenure-Track-JuniorprofessurAlexander Peukert auseinander setzen zu müssen, der im anachronistischen Hierarchiegedenke eines Teiles der Anwesenden schon aufgrund seiner Position offensichtlich weit weniger gilt, als der ordentlicher Universitätsprofessor Volker Rieble. Da nützt auch die Provinienz im Rechtsgebiet (Peukert: Immaterialgüterrecht, Rieble: Arbeitsrecht) wenig. Ohnehin setzt man offensichtlich viel lieber auf eine für Außenstehende nur noch als Farce erklärbare Emotionalisierung:

“Er [Reuss] sei wie der Vater seiner Werke. Der von ihm beschworene Zwang zu Open Access und Googles Bemächtigung erschienen wie eine Entführung seiner Kinder in ein Stadion, wo sie dann ohne weitere Aufsicht einem entfesselten Mob ausgeliefert wären.”

Hier denkt man natürlich sofort an einen anderen Kafka-Experten: Vladimir Nabokov und das gräßliche Schicksal von David Krug in Bend Sinister. Das wäre doch einmal ein Bild für die Debatte: das Internet als absurdes, von der Party of the Average Man beherrschtes Padukgrad, dass um jeden Preis – und sei es der der Vernichtung – das Werk eines Professors für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren sucht.

Wenn es nicht höchst unfair wäre, könnte man andererseits auch darüber sinnieren, ob die von Roland Reuß edierten Autoren – übrigens auch eine Art Zweitverwertung von bestehenden Inhalten mit Annotation, so wie man es in der Blogosphäre nur eben mit tagesaktuellen Inhalten macht  – sich ähnliches fragen würden, wenn sie es denn könnten. Immerhin wollte Franz Kafka seinen Nachlass auch nicht unbedingt publiziert sehen, sondern bat vielmehr Max Brod explizit um die Vernichtung der Tagebücher und Briefe. Dieser hielt sich nicht daran und so können wir jetzt z.B. in einem Brief aus Meran an Milena Jesenská aus dem Jahr 1920 lesen:

“Wenn ein Fremder ohne Kenntnis der Sache das lesen würde, müßte er denken: “Was für ein Mensch! In diesem Fall scheint er Berge versetzt zu haben.” Unterdessen hat er gar nichts getan, kein Finger (außer dem Schreibefinger) gerührt, nährt sich von Milch und guten Dingen, ohne immer (wenn auch oft) “Tee und Äpfel” vor sich zu sehn und läßt im übrigen die Dinge ihren Gang gehn und die Berge auf ihren Plätzen.”

So wird es dann hoffentlich auch in dieser Debatte aus dem Glashaus des Urheberrechts enden. Besonders hervorstehende Sprachspielereien und Formulierungen sollte man dennoch schon aus Gründen der Dokumentation sammeln. Netzpolitik.org hat jedenfalls auch eine gewisse Freude daran: Die Selbsthilfegruppe “Heidelberger Appell” tagt.

Last night a Content-DJ killed my Publisher. Roland Reuß hat für Frankfurt eine schöne Metapher im Ärmel

In seinem rhetorisch geschliffenen Eröffnungsvortrag legte Roland Reuß dar, wie die unkontrollierte und zwangsweise Digitalisierung von Büchern die Beziehung zwischen Autor und Werk zerstöre.

Das Börsenblatt berichtet sehr zeitnah und ein bisschen lobend, aber auch entsprechend allgemein über die heute in Frankfurt stattfindende Urheberrechtstagung “Autorschaft als Werkherrschaft in digitaler Zeit” und zitiert Roland Reuß mit seinen wunderbaren Formulierungen Content-Mafia (so bezeichnet das Internet die Verlage) und Content-DJs (so bezeichnet Roland Reuß diejenigen, die keine eigenen Inhalte produzieren, sondern die anderer geistiger Schöpfer benutzen). Nicht erwähnt ist, dass ihm auch “Content-Eunuchen” herausrutschte, was wohl bedeuteten soll, dass die Internetautoren, auf die er sich bezieht, gar nicht fähig sind, eigene Inhalte zu produzieren. Sie sind demnach unfruchtbar und dies vermutlich ähnlich zu Google, dass Hannes Hintermeier von der FAZ zur Eröffnung als “piratös” bezeichnet. Auch Volker Rieble möchte sich nichts von “so genannten Usern” nichts vorschreiben lassen, zumal wenn diese gar keine Zeile abseits der Blogs verfassen.

Am interessantesten ist vielleicht die Metapher des Discjockeys, der hier eigentlich ein “Content-Jockey” ist, also Inhalte rekombiniert. Das Wort Content wirkt insgesamt für jeden Beobachter außerhalb der Verlagsbranche und vermutlich besonders für die Vertreter des Vereins für deutsche Sprache höchst befremdlich. Aber so sind nunmal die postmodernen Zeiten, in denen die „Orgel unter den Sprachen“ (Jean Paul/VDS) nicht mal mehr im eigenen Literaturhaus die erste Geige spielt.

In der Tat sind Rekombination und Bricolage klassische Merkmale der aktuellen Kultur. Ein Irrtum liegt aber in der Annahme, dass die Kombination nichts Neues, nichts Eigenes hervorbringt. Jeder kunstgeschichtlich und kunsttheoretisch halbwegs beleckte Laie weiß:  Durch den Kontext ergibt sich  die Innovation. Die liegt dann vielleicht in der Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt, in der Gesamtheit aber im besten Fall jenseits der Summe ihrer einzelnen Teile. Wer sich ein wenig in der zeitgenössischen DJ-Kultur auskennt, dem erscheint die Publikumsbeschimpfung durch den engagierten Autor vielleicht gar nicht mehr als eine solche. Sondern als die Anerkennung einer wirklich kreativen Leistung des Bloggens als Turntablism mittels RSS. Auch bei dieser Vermutung macht der Zusammenhang den Unterschied und die “Metamusik”.  Man weiß nicht genau, wie tief Roland Reuß in der Popmoderne und DJ-Kultur verankert ist. Aber immerhin gilt Heidelberg als zentraler Ausgangspunkt der deutschen Hip Hop-Kultur. Die Leitfrage, die der Philologe mit der dort beheimateten Rapcombo Advanced Chemistry teilt, lautet immerhin “Welcher Pfad führt zur Geschichte?” Und legt man die Schallplatte tatsächlich auf, ist das Erschrecken ob des Textes und seiner Parallele nicht gerade gering:

“Ich seh’ es vor mir, das Ziel erkennbar,
doch wie eine Wand aus Glas undurchdringbar,
ge-, be- und verhindert alles, was ich jemals in meinen Träumen sah,
doch ich gebe nicht auf, gebe nicht auf
denn bevor ich falle, möcht ich erst einmal rauf.
Du willst hinauf, ja aber wohin?
Vom Niveau erstmal dahin, wo die Andern schon lange sind.
Nein wirklich wir sind noch lange nicht souverän,
man kann es sehn, an dem wie wir es übernehm’,
kein Respekt vor dem Original, …”

Wenn es ein Lied zur Debatte gibt, dann ja wohl dieses. In jedem Fall bitte nicht dieses.

Den Text im Börsenblatt gibt es hier: Von Content-Mafia und Content-DJs

Offene Datenbank-Lizenz

Vor kurzem wurde die Open Database License bei Open Data Commons veröffentlicht. Die Lizenz, die sich nach den Vorgaben der Open Definition (deutsch) richtet, ermöglicht es Datenbanken und Daten unter klaren rechtlichen Rahmenbedingungen zur Nutzung und Weiterverbreitung der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.

OA in Austria, ein Interview im ORF

Die Wissenschaftsverlage bieten auch Hybridmodelle bei der Erwerbung der Zeitschriften an. Fairerweise muss man dazusagen, dass sich bei den Fachverlagen da auch ein Bewusstsein entwickelt hat. Sie diskutieren mit den Bibliotheken über Finanzierungsmodelle, die eine Reduzierung der Zeitschriftenpreise vorsehen, wenn die freigekauften Artikel einen bestimmten Schwellenwert erreicht haben. Der Markt reagiert schon auf diese Probleme, allerdings nur auf Druck des wissenschaftlichen Personals und der Bibliotheken.

In der ORF hat sich für seine “Futurezone” mit Brigitte Komp und Petra Oberhuemer von der Arbeitsgruppe Open Access der Universität Wien recht ausführlich über verschiedene Aspekte von Open Access allgemein und in Österreich unterhalten. Den Interview-Text gibt es hier: Open Access: “Bildung nicht nur für Eliten”

Auf zur zweiten Runde: Der Ulmer Verlag geht gegen die TU Darmstadt in die nächste Instanz

Über den Informationsdienst Wissenschaft erreicht uns heute die Meldung, dass der Ulmer Verlag – wie weithin erwartet – gegen das so genannte Darmstadt-Urteil, also die Entscheidung des Langgerichts Frankfurt zur Digitalisierung und Nutzung von Digitalisaten an elektronischen Leseplätzen, in Berufung geht: Urheberrechtsstreit zwischen der TU Darmstadt und dem Ulmer Verlag geht in die Berufung.

RSS-Feed: News aus der Berliner Informationslandschaft beim BAK

Für alle Neugierigen aus dem Berlin-Brandenburger Raum: Der Berliner Arbeitskreis Information (BAK) bietet seit kurzem auch einen RSS-Feed zu Aktivitäten und News in der Berliner Informationslandschaft an. Aktuell gibts beispielsweise einen Hinweis auf die publizierte Präsentation des Vortrags von Thomas Hapke zur Geschichte der Informationsgesellschaft.

GENIOS lädt ein: Wissen – Erfolgsfaktor des 21. Jahrhunderts

GENIOS lädt am 9. Juli 2009 zu einer Vortragsreihe zu aktuellen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Entwicklungen im Informationssektor in das Logenhaus in der Emser Straße 12/13 nach Berlin-Wilmersdorf. Los geht’s um 10 Uhr. Das Programm gibt es als pdf und zur Anmeldung führt der folgende Link.

IBI-Sommerparty

Liebe Studierende, Dozenten und Freunde des Instituts,

die Fachschaftsini lädt diesen Freitab ab 18 Uhr im Hof des Instituts zur Sommerparty.

Wie üblich wird für Musik, Getränke und Gegrilltes (zu studifreundlichen Preisen) gesorgt. Für alle Spenden kulinarischer und anderer Art sind wir aber natürlich auch diesmal wieder sehr dankbar. Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen – bis Freitag!

IBI-Sommerparty

IBI-Sommerparty