Nächste Woche im SKIB: Soziale Software

Im nächsten Studentischen Kolloquium (Mi, 10.11. 18 Uhr) sollen verschiedene Beispiele von
Sozialer Software vorgestellt werden. Demonstriert werden praktische
Beispiele:

Dabei liegt der Schwerpunkt im Gegensatz zu den inzwischen fast schon herkömmlichen elektronischen Kommunikationsmedien (Chat, Email, Foren) auf neuen Systemen wie Weblogs und Wikis, bei denen sich durch Selbstorganisation Gruppen und Netzwerke bilden – manchmal auch ziemliches Chaos – aber immer mehr als die Summe der einzelnen Teile. Ob ihr es endlich mal genau wissen möchte, eher kritisch seid oder einfach beim nächsten Hype es schon vorher dabei gewesen sein wollt – ihr seid herzlich eingeladen am
10. November um 18:00 Uhr in der Saur-Bibliothek (Raum 122).

Wenn ihr übrigens selber mal ein Thema habt, über das ihr etwas erzählen und/oder diskutieren wollt, dann zögert nicht, euch bei Andrea zu melden (siehe SKIB-Seite)!

22 Responses to “Nächste Woche im SKIB: Soziale Software”


  1. Hi,
    da ich hier in unserer Kleinstadt am Rand der Weltscheibe auch einen Vortrag zur Social Software halten möchte, wär ich an einem Handout/Konzept sehr interessiert…
    Gruß
    jd

  2. Was ich Jakob fragen möchte:
    Inwiefern ist die Kommunikation in herkömmlichen elektronischen Kommunikationsmedien – Chatrooms, e.mail-Austausch, Foren – (nicht bzw.) anders
    selbstorganisierend? Für mich ist es spannend zu hinterfragen, welcher Faktor es eigentlich ist, der den Erfolg der neuen Foren wiki und weblog ausmacht, denn eigentlich war – nach meiner Auffassung – eine solche Bildung von Kommunikationsgruppen bzw. -netzwerken auch mit den “alten” neuen elektronischen Kommunikationsmedien möglich.

  3. zu Ben:
    man könnte Wikipedia auch per Eamil organisieren, aaaber…Das ist schon neue “barrierefreie” Technik. Weblogs sind im Mediensinne ein neues “Format” : MicroPublishing&Lifestyle&&& Eignet sich auch als Experten-Newslog (es wird immer wieder die “Filter”-Funktion hervorgehoben, siehe das äußerst nützliche netbib). DIE Pointe ist natürlich auch RSS. Aber der Hauptgrund ist für mich ein gesellschaftlicher: “Vernetzung” ist überall angesagt. [Es gibt da ein paar Bücher, die immer wieder auftauchen: Duncan Watts: Six Degrees ..., Barabasi : Linked. (Empfohlen) Gladwell : Tipping-Point (gut lesbar) und Manual Castells: Informationszeitalter, 3 Bde (Ein Muß!!)]
    jd

  4. Um bei Gladwell zu bleiben:
    Mich interessiert, worin bei diesen Sytemen der Verankerungsfaktor besteht (oder ist es die “Macht der Umstände”). Jakob Voss ist sicher ein
    Gladwellscher “Kenner” ersten Ranges, aber ist er auch ein Gladwellscher “Verkäufer”? Wenigstens das, werden wir spätestens nach dem 10. und
    16. November wissen.

  5. 5Jakob

    Ihr könnt euch auch direkt in unserem Wiki beteiligen. Im SKIB werde ich eher zeigen was es zu gibt und wofür man es einsetzen kann und im BBK auch theoretisieren und konkret das Biwiki vorstellen.

  6. Bitte gedenkt auch unseres armen BuechereiWiki, dessen Mehrwert von akademischer & Fachstellen-Seite ja sehr angezweifelt wird. Wir sind für jede Reflektion & Diskussion dankbar! Zu Social_software übrigens del.icio.us/tag/socialsoftware bzw social_software und mein Furl-Archiv http://www.furl.net/members/plainjochen .

  7. 7Jakob

    Danke für die Hinweise. Das BuchereiWiki kann von Biwiki aus direkt verlinkt werden: http://wiki.ib.hu-berlin.de/index.php/Andere_Wikis

    Fataler Fehler bei euch ist meiner Meinung nach CamelCase und die fehlende Freigabe der Inhalte unter GFDL/CC. Warum es zwei Wikis unter netbib.de gibt, habe ich auch nicht ganz verstanden und sowas wie private Seiten, die nicht jeder ansehen darf, gehört auch nicht in ein Wiki. Auch eine gute Regel ist: immer in ganzen Sätzen schreiben und jeden Artikel mit einer Einleitung versehen.

  8. 8Jakob

    Oh nein – mit dem Fami-Wiki sind es sogar drei! Muß das wirklich sein? Und können wir die Inhalte im Biwiki frei sammeln, ordnen, verfügbar machen oder muß jeder Autor einzeln angesprochen werden?

  9. Ja, das muss wirklich sein! Anders als bei Euch ist der Umgang mit “neuen” Medien oder Werkzeugen (wiki, Weblog, Board) bei den KollegInnen, die schon laenger im Beruf stehen, keineswegs eine Selbstverstaendlichkeit (wobei mir hier auch nur Ben und Jakob auffallen). Der Nutzen wird oft angezweifelt, KollegInnen zu motivieren, das einfach mal zu testen ist extrem schwierig (wir haben ja genug anderes zu tun…). Natuerlich ist voellig klar, das theoretisch ein Wiki reichen wuerde, aber zum Glueck koennen wir das ja machen wie wir wollen 8-). Die Nuetzlichkeit eines Wikis erschliesst sich meist erst, wenn man selbst Inhalte einstellt.
    Zur Kritik:
    private Seiten, die nicht jeder ansehen darf, gehört auch nicht in ein Wiki s.o., was in unser Wiki gehoert, entscheiden wir selbst. Das netbib-Wiki ist eine Werkzeugkasten, da kann jede/r machen was er fuer richtig haelt (im gesetzlichen Rahmen natuerlich). CamelCase ist nicht huebsch, klar. Ein Update auf die neue Coma-Version wuerde helfen. Zu GFDL/CC: Das sollte jeder Seitenbesitzer/schreiber selbst entscheiden…

  10. 10Jakob

    Ich zwinge ja keinen, bin aber der Meinung, dass möglichst offene Wikis (alles einsehbar, alles frei verwendbar) besser funktionieren – unabhängig davon besteht natürlich die Möglichkeit das ganze ausschließlich in einem Intranet einzusetzen. Bei der Motivation hast du Recht – zumindest eine kurze Schulung ist notwendig und es sollte sofort jedem einzelnen einen persönlichen Nutzen bringen.

  11. Um noch ins gleiche Horn wie Edlef zu tuten…Das Grundproblem ist ein soziales. Zusammenarbeit ist für Bibliotheken meist (es gibt gute Ausnahmen was regionale Kooperation betrifft! – und wo ist die zwischen Ausbildungseinrichtungen und Bibliotheken?) ein Fremdwort. Das hat Gründe. Die Vernetzungskosten (Reisen, Anrufe, Zeit, Befindlichkeiten…) übersteigen den Ertrag zu häufig. Die Entwicklungen im Bereich der Social Software(CMS, Wikis, …RSS)schaffen zumindest technische Möglichkeiten. Trotzdem muß man die Kooperation wollen… (s. unser Projekt : fernsehfrei.twoday.net]. Man macht sich in der warmen Studentenbude wahrscheinlich keine Vorstellung davon, was es heißt, ein “early adopter” zu sein und mit welchen Zuschreibungen man da zu kämpfen hat: Besserwisser, Nervensäge, alles Spielerei, hat wohl zuviel Zeit [eben nicht!!],…
    Ich empfinde das BuechereiWiki im Alltag(!!) für sehr nützlich. Ist wie bei einem Kalauer, den ich unlängst gelesen habe: rss ist wie Sex, man muß ihn haben, um ihn zu verstehen!
    Noch ein Literaturtipp: Everett Rogers: Diffusion of Innovations

  12. 12Ben

    Oh doch, man macht macht sich in der “warmen Studentenbude” schon eine Vorstellung vom harten Leben eines “early adopters”, sind doch die Zuschreibungen – ein deutsches Phänomen? – von fast jedem Versuch, mit Eigenengagement mehr als Dienst nach Vorschrift anzustoßen, ähnlich bekannt. Das Studentenleben ist natürlich dahingehend einfacher, dass man es nicht mit direkten Berufskonkurrenten und einem harten formalisierten Arbeitsalltag zu tun hat, sondern eher mit einer auf Eigenständigkeit basierenden (und informelleren) Lernathmosphäre.
    Allerdings, so kann ich versichern, macht das den Kampf um die Durchsetzung neuer Ideen oder überhaupt die Erzeugung der Bereitschaft, mehr als unbedingt nötig zu tun nicht einfacher. Wir haben am ib ca. 400-500 eingeschriebene Studierende. Jetzt können Sie gern einmal die Autoren dieses Weblogs auszählen und die Zahl dagegen halten. Gleiches gilt für die meisten anderen Versuche zur Durchsetzung (mehr oder weniger) innovativer und zukunftsträchtiger Interaktions-/Kommunikationsformen. Woran es liegt, kann man ja vielleicht mit Gladwell überprüfen.
    Ich fürchte, bislang spricht noch die “Macht der Umstände” gegen uns und vermutlich sind wir auch keine guten “Verkäufer”.

    Uns – vielleicht 10-20 aktiven Studierenden am IB – ist es erstmal egal, denn es ist uns bewusst, dass wenn wir nichts tun, überhaupt nichts passiert.
    Ein wenig Idealismus und auch Belastungsfähigkeit benötigt man schon.
    Womit man sich motivieren kann (und vermutlich muss) ist der persönliche Erfahrungs- und Erkenntnisgewinn.
    Und ab und an ein wenig institutionenübergreifende Kommunikation, wie sie z.B. hier stattfindet, gibt nach meinem Empfinden auch gleich neuen Schwung.

  13. War nicht böse gemeint…Ich bin mir schon bewusst, dass wir am gleichen Strang ziehen!! Also, lass dich drücken verwandte Seele & nicht unterkriegen lassen…

  14. 14Jakob

    Zu den Nachteilen Sozialer Software gehört leider, dass man sich nicht drücken oder mal ein Bier zusammen trinken kann ;-)

  15. Das mit dem Bier lässt sich wicher mal machen, da ich relativ häufig in Berlin bin. Ich werde mich dann rühren. Viel Spaß heute abend & würde mich freuen davon zu hören.

  16. 16Jakob

    Die Folien des BBK-Vortrags sind als OpenOffice Impress und als PDF verfügbar. Leider hat die Videoaufzeichnung nicht geklappt, aber vielleicht liefern wir noch was nach.

  17. 17Jakob

    Und der Artikel über die Wikipedia ist als Preprint hier archiviert.

  18. 18Alexander Struck

    danke für den Hinweis @Micha
    von mir auch 2 freie Musikdatenbanken
    Discogs (Nachweise)
    audio files +info

  19. Hallo Alex,
    falls Du Dich fragst, warum Dein Kommentar verspätet erscheint: als Spam-Schutz landen alle Kommentare mit 2 (und mehr) Links in der Moderationsschleife.
    Ich habe leider erst jetzt hineingeschaut und konnte daher den Kommentar auch erst jetzt genehmigen.

  20. 20Alexander Struck

    hallo Ben,
    danke, ich hab auch nochmal bei “Eine Datenbankensammlung…” kommentiert…

  21. 21Jakob

    Unter [[Soziale Software am IB]] habe ich im Biwiki mal gesammelt, was für (mehr oder weniger) soziale Software am IB schon genutzt wird bzw. wurde. Fehlt noch was?

  22. ja: es gibt auch noch einen ib.chat.

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