allgemeiner Artikel zum Thema Weblog

Folgender Artikel
http://www.contentmanager.de/magazin/artikel_581.html
stellt sich die Frage ob Weblogs eine CMS-Alternative sind. Halte ich für diskussionswürdig.

62 Responses to “allgemeiner Artikel zum Thema Weblog”


  1. Philipp, dass gerade Du es bist, der uns – nach mehr als 2monatigem Schweigen – den 1000sten Eintrag bescherst, hätte ich nun überhaupt
    nicht gewettet.
    Was Weblogs als CMS angeht: es kommt natürlich im darauf an, was man von einer Seite erwartet. Da man die Software in gewissen Grenzen
    recht umfangreich erweitern kann, eignen sie sich durchaus – vielleicht auch besser als statische html-Seiten – für kleinere Webangebote, z.B. schlichte Informationsangebote. Wenn die Ansprüche höher sind, sicherlich nicht. Weblogs sind und bleiben in meinen Augen primär ein Hinweismedium.
    Alles andere ist “Bricolage”.

  2. 2Philipp

    Schön, dass sich das IB-Weblog so munter entwickelt hat, meinen Glückwunsch. War mir natürlich eine Ehre, den 1000sten Post geliefert zu haben. Weiter so. Ich liefere nächstes Jahr dann den 10000sten, OK?

    Ich fand den Artikel ganz passend, weil ich den Vergleich Weblog und CMS etwas ungewöhnlich fand. Ich sehe den Ursprung des Weblogs aber eher bei den Foren und Mailinglisten. Weblogs als Foren mit erweiterter Funktionalität und heute eben datenbankgestützt. Was Weblogs mit Barrierefreiheit zu tun haben, im Gegensatz zu einem CMS, erschließt sich mir nicht.

  3. 3Jakob

    Vergleiche der Grundlegenden Konzepte von Foren, Mailingisten, Weblogs, Wikis, CMS-Systemen etc. gehören eindeutig zu einer modernen Medienkunde – vielleicht sollten wir Prof. Umlauf für die nächste Auflage des entsprechenden Werkes etwas unter die Arme greifen? Oder sucht jemand ein interessantes Magisterarbeitsthema (“Internetgestützte Medienformen aus bibliothekarischer Sicht”)?

    Ob ein Weblog eher Newsletter, Diskussionsforum oder CMS ist, hängt wahrscheinlich in erster Linie von den Autoren und Artikeln ab.

  4. 4Philipp

    Den Hinweis das Weblogs ihre Medientypisierung eher über die Intension/Qualität der Autoren und Artikel erhalten und weniger über die zugrundeliegende Technologie finde ich recht interessant.
    Wie auch immer, eine eingehende empirische Untersuchung von Weblogs wäre schon angebracht. Als Datenquelle würde ich natürlich das Logfile heranziehen.
    Den Professoren sollten wir in solchen Fragen auf jeden Fall helfen. Jederzeit, bin ich gerne dabei.

  5. 5Anonymous

    schon bemerkenswert, dass auf 1000 Weblogbeiträge 608 Kommentare kommen. Ist das eigentlich ein durchschnittlicher Wert für Weblogs? Klingt erst einmal viel! Was sagen die Weblog-Experten?

  6. Es zeigt zunächst einmal, dass (mindestens) 392 Beiträge überhaupt nicht kommentiert wurden. Wie das bei anderen Weblogs aussieht, vermag ich nicht zu berurteilen. Die Kommentare sind jedoch ein wichtiger Indikator für die Rezeption des Weblogs seitens der Nutzer (als Feedback-Medium), sie zeigen den Autoren, ähnlich wie Zitierungen/Ping-Backs , dass die Beiträge tatsächlich zur Kenntnis genommen werden.

    Für längere Diskussionen scheint mir die Kommentarfunktion allerdings eher ungeeignet zu sein. Was meiner Erfahrung nach leider nicht funktioniert, ist die Übertragung einer im Weblog entstehenden Diskussion in ein Forum.

  7. 7Philipp

    nicht ganz, es sagt aus, dass ca. 60% der Beiträge kommentiert werden. Da aber einzelne Beiträge mehr als einen Kommentar (dieser zum Beispiel) erhalten, bekommen wohl nur etwa 50% der IB-Weblog Kommentare. Viele keinen Kommentar, einpaar einen/mehrere Kommentare und wenige viele Kommentare. Vielleicht sind die Kommentare sogar Lotka verteilt. Könnte man mal prüfen.
    Warum ist die Kommentarfunktion für längere Diskussion ungeeignet? Finde ich eigentlich nicht! Die Diskussion findet am Artikel statt. Dort wo sie hingehört.
    Das der Medienwechsel ins Forum nicht klappt, ist mir klar!

  8. Ich fürchte, dass es sogar weniger als 50% Beiträge sind, die tatsächlich kommentiert werden. Die Idee mit der Lotka-Verteilung hatte ich auch – vielleicht findet sich irgendwann einmal ein Student, der sich für “Weblogometrie” begeistern kann und eine Seminararbeit zum Thema schreibt.

    Die Verteilung beim Verfassen der Beiträge (auf die Autoren) ist übrigens folgende:

    0 Beiträge – 12
    1 Beitrag – 2
    2 Beiträge – 2
    3 Beiträge – 2
    4 Beiträge – 3
    5 Beiträge – 3
    6 Beiträge – 1
    7 Beiträge – 3
    —-
    11 Beiträge – 1
    12 Beiträge – 1
    —-
    15 Beiträge – 2
    —-
    18 Beiträge – 1
    19 Beiträge – 1
    —-
    28 Beiträge – 1
    —-
    31 Beiträge – 1
    —-
    34 Beiträge – 1
    —-
    43 Beiträge – 1
    —-
    68 Beiträge – 1
    —-
    72 Beiträge – 1
    —-
    493 Beiträge – 1

    Ergibt ganz knapp im Schnitt 25 Beiträge pro registrierten Autor.
    (Toll wäre natürlich auch die Möglichkeit für Ko-Autorenschaften.)

    Wenn das nicht eine tolle Kurve ergibt. Für die Kommentare mag ich es aber nicht auszählen.

  9. 9Philipp

    Wer die 493 Beiträge verursacht hat, ist in diesem fall wohl recht klar :-) Danke aber für die Infos.
    Wahrscheinlich braucht aber jedes halbwegs erfolgreiche Weblog 1-5 sehr aktive Poster.

  10. 10Philipp

    Überraschung! Die Beiträge sind Lotka verteilt: der beta-value der obigen Werte ist 1,3624 und liegt damit in dem von Egghe und Rousseau beschriebenen Bereich.
    Siehe http://www.cindoc.csic.es/cybermetrics/articles/v4i1p4.html
    The program uses the tables published in the Journal of Documentation
    49(4), 1993, p.409-412, and in Introduction to Informetrics
    by L. Egghe and R. Rousseau, p. 357
    The beta-values must lie between 1.27 and 3.29 .

  11. Da bin ich ja beruhigt.

  12. Oh Philipp, ich sehe gerade, dass Du armer Kerl am Spam-Filter hängengeblieben bist.
    Alle Beiträge mit mehr als zwei Links sind nach ein paar fiesen Kommentar-Attacken bei uns genehmigungspflichtig.

    Hier also der überzählige Link: Das Programm zur Lotka-Verteilung gibt es unter dieser URL: http://www.cindoc.csic.es/cybermetrics/articles/lotka102.exe

  13. Noch einmal eine Bemerkung zu der Menge der “Poster”: ich denke, dass 3-5 Autoren, die je 450 Beiträge in einem Jahr verfassen würden (entsprechend 1350-2250 also 3-6 pro Tag) tatsächlich einen Idealwert darstellen würden, um das Log am Leben zu erhalten. Ich vermute – und würde es gern besser wissen – dass 10 Beiträge (inhaltslastige) pro Tag ein gewisses Maximum darstellen, das für einen normalen Weblog-Nebenbei-Nutzer noch verarbeitbar wäre. An besonders stark frequentierten Tagen haben wir schon häufiger die Erfahrung gemacht, dass die Beiträge (nach Aktualität geordnet) sehr schnell aus dem Wahrnehmungskreis verschwinden. Im Prinzip werden sie, wenn sie nicht mehr auf der 1.Seite stehen, kaum noch wahrgenommen (die berühmte google-experience). Interessant wäre es also zu sehen, wo der Optimalwert liegt. Ich selbst mit meinem persönlichen Empfinden bin dabei sicher nicht repräsentativ, kann aber soviel sagen, dass ich in Weblgs selten mehr als die ersten beiden Seiten durchschaue und “Suche” und “Kategorien” eigentlich nur nutze, wenn ich sicher bin, dass es einen Beitrag mit einem solchen Stichwort schon einmal gab.

    1.Wenn also die “typischen” Nutzer unseres Weblogs ein paar Zahlen/eigene Eindrücke (per Kommentar) zuwerfen würden, wäre das u.U. sehr aufschlussreich für mich. Wieviel ist “zu viel”?

    2. Kennt jemand Studien zur Nutzung von Weblogs?

    (nicht ganz ernst gemeint: 3. Wieviele Kommentare eines einzelnen Autors direkt hintereinander sind zulässig?)

  14. 14Jakob

    Mein Thunderbird Mail-Client (völlig unnormal) zeigt mir genau an, wieviele neue Artikel im Weblog sind – zum lesen wechsel ich aber doch in die Webansicht. Vielen Dank für die kleine Untersuchung, Philipp! Ich denke das 3-5 aktive Autoren mit mindestens 2 Beiträgen pro Woche ausreichen.

  15. 15Philipp

    … eine Befragung der IB-Weblog Nutzer und Poster wäre bestimmt mal ganz angebracht. Mir ist bislang zumindest keine empirische Untersuchung von Weblogs untergekommen.
    Mich würde schon sehr interessieren, ob andere Weblogs (z.B. netbib oder andere) ähnliche Autoren-Verteilungen haben, wie hier. Wollen wir dem mal nachgehen?
    Das Logfile des IB-Weblogs gibt übrigens detailliert Auskunft über die Nutzungsgewohnheiten und Rezeptionsmuster auf den Seiten. Barrierefreiheit, Zugänglichkeit und Sichtbarkeit wären ebenfalls über diese Quelle untersuchbar. Wird leider immer unterschätzt. Im Zweifelsfall gibt das Log des Logs Auskunft!

  16. Einige Zahlen: Wir sind 9 SchreiberInnen, wobei einige deutlich mehr als andere schreiben 8-), richtige Vielschreiber sind die 3, die am laengsten dabei sind (mit 3600, 3300 und ca 800 Eintraegen). Auf der Startseite haben wir 25 Eintraege, was eigentlich zu wenig ist bei der Menge der Postings. Ca. 500 Personen haben den netbib-newsletter abonniert, in dem einmal woechentlich nach Kategorien geordnet die Eintraege im Volltext erscheinen. Obwohl das ja reduntant ist, wollen die Bezieher auf diese Form nicht verzichten. Gruende: Lieber etwas “gebracht” bekommen, als selbst abholen, keine Zeit taeglich ins Weblog zu schauen, man kann in Ruhe lesen und bestimmte Kategorien auslassen oder gezielt durchlesen usw…

  17. 17Philipp

    Vielen Dank für die interessanten Informationen zu netbib. Macht es Ihnen Mühe die Anzahl der Postings der übrigen 6 Autoren in Erfahrung zu bringen? Für die Lotka Bestimmung reichen 3 Autoren leider nicht aus. Ich hätte wirklich Interesse an den Daten.
    Wie verhält es sich in netbib mit den Kommentaren? Wird viel kommentiert? Oder bleiben die meisten Beiträge unkommentiert.
    Falls Sie die Daten über die Autoren nicht ins Netz hängen wollen, können Sie sie auch gerne mir (mayr@informatik.hu-berlin.de) oder Ben Kaden per Mail zukommen lassen. Vielen Dank.

  18. 18andrea

    Also, ich kann nur sagen, dass ich in der Regel gar nicht erst auf die zweite Seite schaue. Die neue Einrichtung der Kommentaranzeige macht es einem ja diesbezüglich zum Glück auch einfacher, obwohl das IB Weblog durch die neuen Finessen auch ein Stück seiner Einfachheit und guten Überschaubarkeit eingebüßt hat. Also, ich denke jedenfalls, dass die Nutzung sehr viel komplizierter ist und irgendwann müsste man vielleicht auch mal eine Einführung für alle geben, wie man z. B. PingBack nutzt etc, sonst werden hier in Zukunft wohl eher weniger als mehr Leute posten. Soweit eine Bemerkung am Rande.
    Ich finde 10 Beiträge pro Tag eigentlich zuviel. Das kann mal vorkommen, aber ich finde nicht, dass man das dauerhaft anstreben sollte.
    Wenn es einem doch mal passiert, dass man mal einen Tag nicht ins Weblog schaut (welch ein Verbrechen ;-) ), dann ist man in der Regel sonst gleich total überrannt und diese Fülle hindert mich dann ehrlich gesagt auch eher daran, wichtige Dinge zu posten, weil ich keinen Nerv habe, erst mal drei Seiten durchzublättern, ob es die Meldung schon gab.
    Wenn ich abends so ins Weblog schaue, bin ich eigentlich am Glücklichsten, wenn da so 5 neue Meldungen sind, die inhaltlich auch relevant sind.

  19. 19Elke

    Hallo,
    ich würde im Rahmen dieser Diskussion gerne mal auf meine Eintrag im Forum verweisen:
    http://141.20.126.23/cgi-bin/wwwthreads/showflat.pl?Cat=&Board=bbk&Number=556&page=0&view=collapsed&sb=5&o=0&part=

  20. 20Philipp

    Edlef vom netbib Weblog hat mir freundlicher Weise die Daten der Autorenverteilung zur Verfügung gestellt. Meine Berechnung hat ergeben, dass die Verteilung der netbib-Beiträge der 9 Autoren nicht Lotka verteilt ist. Der Beta-Wert lag unter 1.27. Das überraschende Ergebnis des IB-Weblogs (siehe oben, beta-value von 1,3624 und damit Lotka verteilt) konnte somit in einem vergleichbaren Weblog nicht bestätigt werden.
    Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass das IB-Weblog deutlich mehr Autoren hat, und deren überwiegende Mehrheit kaum “produziert”. So wie in der realen Wissenschaft!
    Falls jemand Zugang bzw. Kontakt zu den Daten eines Weblog mit mehrerer Autoren (>20) hat, würde ich mich freuen deren Daten zu analysieren.

  21. 21Philipp

    Seid mir bitte nicht böse, aber ich sehe keinen Sinn diesen Thread ins Forum zu verlagern. Oder übersehe ich etwas?

  22. Höchstens dass, wie es bei Weblogs häufiger geschieht, dieser Thread irgendwann – z.B. wenn zwei Tage lang niemand kommentiert, aus dem Blickfeld verschwindet. Und vielleicht, dass im Forum die Frage gestellt wurde, ob man nicht einmal ein SKIB zu diesem Thema durchführen könnte..

  23. 23Matti

    Hallo, zu der Idealzahl von Postings im Weblog möchte ich etwas hinzufügen. Als ein Weblognutzer, der zwar auch postet aber eher zum stillen (aber aufmerksamen) Mitlesen neigt habe ich beobachtet, dass sich ein Wert gen Optimum durchaus selbst reguliert. Das ist zumindest mein Eindruck. Wenn der Kernbereich des IB-Weblogs ausgeschöpft wird und nicht die Kategorie Trivia oder allgemeine Presse dominiert, bleibt es bei einer überschaubaren Nachrichtenzahl. Ganz automatisch. In unserem Fall sind meist zwischen drei und 7 Einträge täglich. Und ich möchte mal nicht nur für mich behaupten, dass man diese ohne Probleme nachvollziehen kann, auch wenn man nur einmal am Tag ins Weblog schaut.. Ich denke das sich ein stiller Ethos zur Qualität der Nachrichten unter den IBWeblogSchreiberInnen ausgebildet hat. Nichts ist absolut irrelevant. Kleines Beispiel: Manuela suchten seinerzeit fast händeringend nach einem Beitrag für den tausendsten Eintrag. Aber es gab trotz intensiver nichts nennenswertes zu berichten , also haben wir es aufgegeben. So kam Philipp mit seinem Beitrag und hat vielleicht die intensivste Diskussion in der Geschichte des IB-Weblogs entfacht. Glückwunsch und nur weiter so. :-)

  24. Ein Grundproblem, was sich in meinen Augen beim Weblog stellt, ist, dass “formale” Postings z.B. zu Veränderungen im KVV, ausfallende Sprechstunden etc., die eine längerfristige Relevanz haben, sehr schnell von Presseauswertung, Trivia u.ä. verdrängt werden. Ich schreibe dies in vollem Bewusstsein, einer der “Haupttäter” zu sein.
    Fallen jemandem Wege ein, dem zu begegnen (ausgenommen ist die Variante, dass ich nicht mehr poste..).

    Eine Möglichkeit, die ich sehe, ist die Einrichtung einer Extra-Kategorie für dauerhaft relevante Einträge. Bevor ich aber eigenmächtig solch eine einrichte, möchte ich gern Raum für Rückkopplung lassen.

  25. 25Matti

    Das ist wohl die naheliegenste Variante zur Lösung dieses Problems. Oder/Und es gelingt solche Ankündigungen auch ins Forum zu verlagern, wo sie länger an einer (gewohnten) Stelle aufzufinden sind. Ein Nebeneffekt: intensivere Nutzung des Forums. Denke und hoffe ich.

  26. 26Philipp

    Wahrscheinlich muss ich mich jetzt doppelt entschuldigen.
    Zum einen, weil ich das Forum nicht nutze. Das hat aber gute Gründe. Stellt Euch mal vor: 15 Leute diskutieren in einem Seminarraum und alle sind von der Diskussion erfüllt und konzentriert. Auf einmal sagt einer, kommt wir gehen in einen anderen Raum. Alle müssen aufstehen und den Raum wechseln. Ich bin sicher, dass zu 80% die Diskussion im neuen Raum tot oder sehr mühsam wäre. So ähnlich wäre das beim Forum und dieser Diskussion. Irre ich?
    Zum anderen tut es mir natürlich sehr leid, wenn ich Euch den 1000sten Beitrag nichtwissend weggeschnappt habe. Shame on me! Was mir am IB-Weblog noch fehlt, ist eine Auswertung der Zugriffe, also einen Statistikbereich, wie beim netbib Weblog. Dann wäre das Problem mit hoch relevanten Beiträgen auch beantwortet. Ich würde definitiv statistische Methoden heranziehen, um die Relevanz von Beiträgen bestimmen lassen. Solch ein Vorgehen ist auch viel seriöser.
    Jakob hatte doch mit dem Webalizer schon Versuche gemacht. Wie steht’s damit?
    Mit der Anzahl der Posts hatte ich bislang keine Probleme; sollten Bibliothekare nicht mit größeren Datenmengen umgehen können?

  27. Um einem eventuellen Missverständnis vorzubeugen: Ich denke nicht, dass es Elkes Intention war, die Diskussion hier abzuwürgen und ins FORUM zu verlagern. Dies funktioniert in der Tat analog nach dem beschriebenen “Seminarbeispiel” nur äußerst selten. Elkes Beitrag steht in der Rubrik BBK & SKIB, in der Themenvorschläge für eben diese Veranstaltungen eingebracht und diskutiert werden sollen. Es handelt meiner Auffassung nach um eine von diese Diskussion unabhängige – wenn man so will “ausgegliederte” – Teildiskussion, die sich speziell auf dieses Thema als Gegenstand eines “SKIB” bezieht. That’s the point. Entschuldigen brauchst Du Dich dafür nicht, Philipp.

    Das mit dem 1000sten Beitrag ist nur eine Spielerei zum “Heben der Moral” und ich hoffe doch sehr, dass Du Dir nicht ernsthaft Asche auf’s Haupt streust.

  28. by the way: Ein FORUM, das ebenfalls höchstens mäßig boomt, ist das Managing Information Message Board, in dem immerhin die ASLIB die Finger zu haben scheint.
    Warum boomen Weblogs und warum werden Foren anscheinend kaum genutzt – ein Diskussionsangebot im FORUM.

  29. 29Matti

    Ich hab es nur angemerkt, weil ich von den Umständen des Zustandekommens und Verlaufs dieser Diskussion erfreut und amüsiert bin.
    Nochmal zurück zu den Ankündigungen die länger unmittelbar einsehbar sein sollen. Ich bin gern bereit diese Beiträge zu bündeln und dann in einer “IB-Newsecke” im Forum wiederzugeben. Sie haben ja zunächst im Weblog ihre Berechtigung und sollen da auch primär veröffentlicht werden. Wenn es dann um die Übersicht geht, können die Vorteile des Forum genutzt werden. Das als (mögliches) praktisches Beispiel zu meinem Standpunkt, den ich als Antwort soeben auf Bens Thread im Forum postete. Da die Anzahl der Kommentare wohl jetzt explodiert, ist ein Wechsel ins Forum angebracht finde ich. Trotz des Bezugs zum Thema auf den Weblogeintrag.

  30. 30Philipp

    Das mit den Entschuldigungen war auch nicht so ernst gemeint. Ich bin eigentlich ganz fröhlich und erstaunt, dass die Beteiligung so hoch ist.
    Erstaunlich ist nur, dass kaum oder eigentlich gar nicht über den Artikel gesprochen wurde, sondern rund um den Artikel und das IB-Weblog. Nicht schlecht, aber eigenartig.
    Noch mal zum FORUM. Foren auf Diskussions-Level, wie man sie häufig im Web findet, finde ich sehr anstrengend und häufig nichtssagend. Wenn das Forum allerdings abstrahiert, bündelt und Ergebnisse festhält, umso besser (siehe z.B. ENFORUM). Aber das ist sehr selten und schwierig. Diskussionen und Meinungsäußerungen finde ich im Weblog schlicht besser untergebracht.

  31. 31andrea

    Ich finde, Philipp hat recht – wie dieses Diskussionsbeispiel zeigt, ist eine Diskussion im Weblog viel erfolgversprechender – diese Diskussionen im Forum, wo jede Woche mal einer irgendwas postet, sind einfach zu schleppend. Es gibt sicherlich eine Reihe von Themen, wofür sich das anbietet, z. B. dass irgendwelche Wünsche geäußert werden sollen (wie z. B. jetzt für das SKIB und BBK). Dafür ist das sinnvoll, aber die meisten aktuellen Fragen sollten doch diskutiert werden, wenn sie ‘brandaktuell’ sind und wenn dann die wichtigen Dinge zum Thema gesagt sind, dann hört die Diskussion eben auf und das ist auch gut so – besser kurz und intensiv als lang und langweilig.

  32. 32Matti

    Zu deinen letzten Worten kann man ja gar nichts anderes als zustimmen. :-) Jedoch würde ich mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen und sagen, dass Diskussionen im Weblog erfolgsversprechender sind. Dafür ist es für das IB-Weblog das erste umfassende Gespräch.

  33. 33Philipp

    Ist schon richtig, seitenlange Threads liest man auch nicht so gerne.
    Aber was ich eigentlich klarmachen wollte ist, dass die Diskussion am Diskussionsobjekt (urspünglicher Beitrag) stattfinden muss und nicht in einem anderen System. Das Anregungen aus dem Weblog auch für Veranstaltungen und Themensammlungen genutzt werden, ist doch klar.
    Was machen wir jetzt aus den vielen Erkenntnissen und Meinungen zum IB-Weblog? In den über 30 Kommentaren steckt eine Menge. Ich gebe die Frage mal erwartungsvoll an die Forums-Befürworter weiter!

  34. 34Elke

    wobei ich mal wieder auf meinen Thread Nummer 19 verweise, und hoffe die ganze Diskussion mal in einem SKIB führen zu können. Im Rahmen dieser schriftlichen Diskussion wurden so viele interessante Themen angesprochen, und zwar Themen die wirklich uns als Informationswissenschaftler angehen, dass man wirklich versuchen sollte, mehr aus der Sache zu machen als eine spannende Diskussion von 6 Leuten in den Semesterferien!

  35. Oh je – da scheint sich ja fast eine Frontenbildung abzuzeichnen – “Forums-Befürworter”, dass klingt ja fast so, als ging es hier um eine “entweder oder”-Debatte. Ich glaube nicht, dass dies der richtige Weg ist. Ich habe auch nichts gegen lange Diskussionen im Weblog, das Medium scheint mir sogar informeller und spontaner zu sein als ein Forum. Ich denke (in Bezug auf Andreas (Nr. 31) – da schau her, durch die Nummerierung kann man sogar präzise Verweise anführen) aber, dass das Forum deswegen so “schleppend” läuft, weil es schlicht nicht richtig genutzt wird. So richtig – wie Matti (32) schon meinte – repräsentativ ist diese Diskussion wohl nicht, zumal es sich um ein hochgradig selbstbezügliches Thema handelt. Eine ähnliche Diskussion beispielsweise zu RFID, zum Urheberrecht oder auch zu Weimar steht irgendwie noch aus. Auch wenn diese Diskussion hier wichtig ist und ich mich über die Intensität, in der sie geführt wird, sehr freue, scheint es mir sehr verfrüht, es zu sehr über den grünen Klee zu loben.
    Die beiden Medienformen gegeneinander ausspielen zu wollen, halte ich für kontraproduktiv – ich persönlich suche eher nach Möglichkeiten zur Ergänzung. Die Variante mit der Aufnahme des Gedankens in das Board zum SKIB empfinde ich z.B. als einen entsprechenden Ansatz: die Thematik wird aufgegriffen und ein einzelner Gedanke für eine gesonderte Diskussion ausgegliedert. Für einen solchen, d.h. wenn sich aus eine Diskussion heraus weiter diskussionswürdige Teilaspekte ergeben, halte ich ein solches Verfahren für angebracht. Sehr spannend – und nach größerer Vertiefung – erscheint mir z.B. der Diskussionstrang zur Lotka-Verteilung, der durchaus intensiviert werden könnte. So könnte man – hier mein reply auf Philipp (33)- z.B. das Forum nutzen, um die Berechnungen zum ibweblog und zum netbib-weblog detaillierter abzubilden und vielleicht einige reizvolle Fragestellungen ableiten und zur Diskussion stellen.
    Und an der Frage nach dem, was man mit den Inhalten aus dieser Diskussion eigentlich machen sollte, bin ich versucht ein generelles Problem der “self-publishing-Society” abzuleiten: es wird viel publiziert, aber es gibt zu wenig Synopse. Diese (übrigens Basistätigkeit von Informationsspezialisten) bleibt angesichts der sogenannten “Informations-” oder auch “Datenflut” häufig auf der Strecke. Elkes Versuch einer Ausgliederung/Übertragung dieser Diskussion in das Forum möchte ich – ob bewusst oder unbewusst vollzogen – schon als eine Art synoptischen Versuch sehen.


    Eine gelungene Synopse würde im vorliegenden Fall eine Filterung auf drei oder vier Hauptstränge und die jeweiligen Hauptargumente nach dem Schema:


    Strang 1: Lotka-Verteilung

    Beobachtung: Eine Analyse des Publikationsverhaltens im ib-weblog ergab (auf der Grundlage der beta values von Egghe und Rousseau) eine Lotka-Verteilung.
    Die gleiche Untersuchung des Publikationsverhaltens im netbib-weblog führte zu einem nicht übereinstimmenden Wert.

    Einflussfaktoren: Zahl der Autoren, Zahl der aktiven Autoren, Zahl der Beiträge

    Fragestellungen: Wie verhält es sich generell mit dem Verhältnis von Beiträgen zu Autoren in weblogs? Trifft vielleicht die 80/20 Regel zu?
    ..


    Dies nur als Beispiel. Eine Synopse bedeutet auf der einen Seite, eine Zusammenfassung (und damit inhaltliche Eingrenzung/Präzisierung) eines Diskussionstrangs, bietet andererseits aber auch eine gute Basis für Anschlussdiskussionen. Für diese muss aber entsprechend ein weiteres Kriterium zum Bedürfnis zur spontanen Meinungsäußerung hinzutreten, nämlich eine echtes fachliches Interesse und auch die Bereitschaft, sich weiter in eine Thematik zu vertiefen. Sobald man die Argumentation auf eine “wissenschaftlichere” Ebene hebt, werden die Beiträge häufig zwangsläufig “länger” und für viele Außenstehende “langweilig”. Allerdings ist dabei – wenn eine wirkliche Diskussion zustande kommt – der persönliche Erkenntnisgewinn ungleich höher als ein Schlagabtausch mit 1-Satz-Argumenten. Das man dabei nicht unbedingt die Form eines FORUMs wie unserem nutzen muss, sondern auch simple Mailinglisten ausreichen, ist klar. Die Kommentarspalten eines Weblogs eignen sich in meinen Augen dafür aber nicht wirklich.

    Meine Meinung:
    Eine Weblog ist in meinen Augen ein Hinweismedium (und Kurzzeitmedium), in dem einzelne Beiträge (“brandaktuell”) diskutiert werden sollen. Diese Diskussionen sind “TriggerDiskussionen” und lösen weiterführende, spezialisierte Diskussionen zu Einzelaspekten an anderer Stelle aus.
    Eine Ausgliederung einzelner Diskussionspunkte bietet sich an, wenn sich eine Diskussion sehr zu verzweigen droht.
    Der Ausgliederung sollte eine Synopse des bisher zu einem Thema Gesagten vorangehen, aus der sich konkrete weiterführende Fragestellungen ergeben.

    Natürlich ist dieser Anspruch recht hoch und “wir haben auch alle keine Zeit” und vielleicht findet sich auch niemand sonst, der sich für einen Aspekt wirklich interessiert – aber allein schon der Versuch einer Synopse und Weiterführung bringt für den einen, der es versucht zumindest etwas mehr Klarheit über einen häufig recht komplexen Diskussionsverlauf.
    eine Art Gleichnis:
    Sehen wir das Weblog als “Unmittelbarerleben” also als eine Art Sensorisches Gedächtnis, das solange aktiv bleibt, wie ein Reiz aufrechterhalten wird, so kann man ein Forum als nächst höhere Reflexionsebene sehen, also als Arbeitsgedächtnis. Das Langzeitgedächtnis würden entsprechend Publikationen repräsentieren, die in anderen Nachweissystemen z.B. Bibliothekskatalogen, Artikeldatenbanken erfasst wären. Die Übergänge von einem Gedächtnis zum anderen wären durch Filterung, Synopse und in Beziehung-Setzen zu jeweils anderen Argumenten gekennzeichnet. Und das wäre nichts anderes als ein Prozess kollektiver Wissensbildung. Und erst damit – und nicht mit den Diskussionen im Weblog, so nett und interessant sie auch sein mögen – wäre eine gewisse Nachhaltigkeit zu erreichen.

  36. 36Matti

    Gerade was die Nachhaltigkeit betrifft wäre noch zu diskutieren. Konkret hieße das für uns, ich möchte nochmal Bens Hinweis (Nr.24)in Erinnerung rufen, wie Beiträge von längerfristiger Relevanz dementsprechend kenntlich gemacht werden könnten. Meine Idee war es das Forum dafür zu benutzen (Nr.25). Leider hat sich keiner weiter dazu geäußert, was wohl die von Ben angesprochene Verstrickung von Diskussionsträngen widerspiegelt und so zu Lasten der Übersichtlichkeit geht. anhand dieses konkreten Problems könnte man dem 2. Strang der Nachhaltigkeit auf den Grund gehen. Habt ihr noch andere Ideen?

  37. 37Philipp

    Die “Foren-Befürworter”, das meine ich übrigens ganz undogmatisch, nehmen die Sache wirklich ernst und fordern recht beredet mehr Synopse und Nachhaltigkeit. Jetzt wird es spannend. Nachhaltigkeit ist mir aber momentan etwas zu überstrapaziert und auch in diesem Kontext zu unklar, vielleicht kannst Du, Ben (Matti), Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit elektronischen Informationssystemen erläutern. Mir fallen spontan keine nachhaltigen *.-Systeme ein. Auch keine nachhaltige Software.
    Da wir leider noch keine zuverlässigen automatischen Verfahren zu Generierung von Synopsen aus Textbestandteilen haben, müssen wir selber lesen und das Gelesene verknüpfen, speichern, usw. Ich glaube nicht, dass Weblogs oder Foren, für diese intellektuelle Arbeit grundsätzlich geeigneter sind. Ich glaube aber, dass es Software mit guter Usability gibt (dazu zähle ich das IB-Weblog) und Software, die Synopsen gleich welcher Art erschwert. Deine Kategorisierungen (“höhere Reflexionsebene für Foren”) kann ich daher nicht ganz nachvollziehen. Da ein Weblog völlig transparent und nachvollziehbar arbeitet, kann es genauso als Arbeitsgedächtnis gelten. Du findest jeden Beiträg und Kommentar zielsicher wieder.

    Meine Gegenthese: Diskussionen von realen Personen im Weblog können ebenfalls als ein Prozess kollektiver Wissensbildung gelten!

  38. Wenn wir/ich ein kleines bisschen Spannung in die Diskussion zaubern können, bin ich natürlich hocherfreut. Was mich aber ein wenig betrübt,ist die Tatsache, dass all die “Beredsamkeit” anscheind nicht ausreicht, um verständlich zu machen, worum es mir eigentlich geht. Dies Versäumnis muss ich mir also an die Brust heften und zu einem neuen Versuch ansetzen.
    Zunächst aber zum Begriff der Nachhaltigkeit:
    Es kann schon sein, dass wir es hier mit einem durch extensiven Gebrauch etwas abgewetzten und ab und an verwässerten Begriff zu tun haben. Dies ändert aber nichts am eigentlichen Sinn des Konzepts. In Bezug auf die Thematik “Informationsverarbeitung” und “Wissensbildung” verstehe ich unter Nachhaltigkeit, dass nicht Informationsmengen, Meinungen, Daten und verbalisierte Empfindungsschnipsel einfach in hohem Maße hinausposaunt werden und alle ganz glücklich sind, so aktiv zu sein und es dabei belassen, sondern dass eine diesen unaufhörlichen “Publikations”prozess begleitende Revision, ein (Aus-)Sortieren und In-Beziehung-Setzen, ein Zusammenfassen und Neu-Kommunizieren stattfinden.
    Im Internetangebot des IB stellt z.B. der Bereich Aktuelles so etwas dar: ein Vortrag im BBK oder SKIB findet nicht einfach nur statt, sondern wird entsprechend aufbereitet. Dabei geht es nicht primär darum, diejenigen zu informieren, die nicht vor Ort waren, sondern die Essenz herauszustellen und zu fixieren um damit einen potentiellen Anknüpfungspunkt für ein Weiterdenken in der jeweiligen thematischen Richtung zu erzeugen. Elektronische Kommunikationssysteme sind für mich in diesem Zusammenhang eine prächtiges Werkzeug, dass sie eine Durchsuchbarkeit ihrer Inhalte bieten. Dies allein ist in meinen Augen aber nicht ausreichend, um die von mir geforderte “Nachhaltigkeit” – wobei die dieser vorausgehende “Synopse” selbstverständlich das Ergebnis intellektueller Bearbeitung sein muss – zu gewährleisten. Nachhaltigkeit zielt auf eine mögliche (und möglichst im Aufwand reduzierte) Nachnutzung, z.B. von hier im Weblog eingestellten Informationen. Nachhaltig wäre nach meinem Verständnis z.B. wenn man alle Links und Artikelhinweise zur Seattle Library aus diesem Weblog als Basis einer Webographie nutzt. Nachhaltig wäre auch, wenn man bestehende Webographien/Linksammlungen u.ä. um im Weblog eingestellte Hinweise erweitert, so wie das z.B. mit der Tagungsliste im IB-Webangebot geschieht.

    Ich spreche einem Weblog nicht ab, dass es auch als Arbeitsgedächtnis funktioniert. Ich glaube sogar, dass es sehr gut als solches funktioniert. Meine oben genannten Äußerungen – ich denke, hier liegt das Missverständnis begründet – beziehen sich auch nicht auf Weblogs, Foren und Publikationen allgemein, sondern stellen “Arbeitsüberlegungen” dahingehend dar, wie man die am IB zur Verfügung stehenden Ressourcen sinnvoll verbinden und nutzen kann. In diese Richtung zielen meine Überlegungen zum Ausgliedern von Einzeldiskussionen, das ich nach wie vor als sehr sinnvoll erachte, um bestimmte Gedanken, die sonst im Fortschreiten der Diskussion verloren gehen, “festzuhalten”.

  39. 39Philipp

    Lieber Ben, natürlich ist mir ebenfalls an Spannung in dieser Diskussion gelegen, deswegen machen wir das doch. Folglich nehme ich das eine oder andere Trübsal gerne in Kauf.
    Ich verstehe auch sehr gut, was Du mit Nachhaltigkeit konzeptionell meinst und ausdrücken willst. Da folge ich Dir auch (z.B. Nachnutzung). Ich glaube nur, dass der Begriff Nachhaltigkeit hier nicht paßt. Nachhaltige „Informationsverarbeitung“ oder nachhaltige „Wissensbildung“… .
    Da führst Du elementare Fähigkeiten von „Wissensarbeitern“ an („begleitende Revision, ein (Aus-)Sortieren und In-Beziehung-Setzen, ein Zusammenfassen und Neu-Kommunizieren“) und nennst es nachhaltig. Das funktioniert meines Erachtens nicht.

    Wie wäre es stattdessen mit nachhaltiger Informationspolitik? Die ließe sich nur nicht alleine mit dem IB-Webangebot durchsetzen.

    Deine Bemühungen zum Ausgliedern von Einzeldiskussion ist ja richtig, aber bitte doch nicht zu Beginn einer Diskussion.

  40. 40Ben

    Lieber Philipp, Du hast natürlich völlig recht mit Deiner Kritik an meiner Verwendung des „Nachhaltigkeitsbegriffs“. Was ich meine, ist selbstverständlich nicht konform mit der ursprünglichen Bedeutung der Nachhaltigkeit, wie man sie aus der Ökologie kennt, die bedeutet, dass man nicht mehr Ressourcen verbraucht, als neu entstehen. Diese Gefahr besteht in Bezug auf die Informationsproduktion nicht, und auch für unser Weblog steht weitaus mehr Speicherkapazität zur Verfügung, als wir zu füllen vermögen. Insofern ist das, was ich oben beschrieben habe etwas zur Nachhaltigkeit Gegensätzliches – vielleicht eine Art „invertierte Nachhaltigkeit“. Im Bereich der Informationsproduktion haben wir es auf den ersten Blick nicht mit verschwindenden Ressourcen zu tun, sondern mehr und mehr mit einem „Zuviel“. Information verbraucht sich nicht in der Beziehung, dass sie verschwindet – was man auch ab und an bedauern kann – Information veraltet. Information wird Redundanz und zum Ballast, der den entscheidenden Kanal bei Informationsverarbeitungssystemen immer neu anfüllt (so jedenfalls mein Erleben): die kognitive Kapazität des Menschen (in Zusammenwirken mit der Ressource „Zeit“). Die Ressourcen, um die es mir hier geht, sind also nicht materieller Art und auch nicht abgetrennt vom Menschen, sondern es sind unmittelbar „menschliche“ Faktoren, die ich als grundlegend ansehe.
    Aber auch wenn diese nicht wirklich messbar Sinn, sehe ich die Möglichkeit auf einen “nachhaltigen” Umgang mit diesen als durchaus gegeben.
    Auf meinen konkreten Anspruch an das Diskussionsverhalten bezogen, bedeutet dies praktisch einfach, dass man Informationen nicht zusammenhäuft, sondern regelmäßig aufbereitet, um diese „menschlichen“ Ressourcen effizient zu „bewirtschaften“.
    Dazu zählt ganz klar die Reduktion von Komplexität (als regelmäßiger Zwischenschritt) in Form der schon ausführlicher erläuterten Synopse. Diese – wenn man so will „informationsethische“ – Aufgabe sehe ich in höherem Maße bei den „Informationsproduzierenden“, also auch bei uns Diskutierenden.
    Ich bestreite nicht, dass dies „elementare Fähigkeiten“ von Wissensarbeitern darstellen, mehr noch glaube ich sogar, dass dies ein Grundprinzip der Wissenschaft ist: Man fasst Messungen, Beobachtungen, Lektüre u.ä. zusammen und formuliert einen Aufsatz von 10, 15 Seiten oder ein Buch mit 100, 500, 1000 Seiten – je nachdem, was für die Eingrenzung der „Welt“ unter dem jeweiligen spezifischen Blickwinkel ausreichend erscheint – daraus. Diese „Komprimierung“ durch die Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse erlaubt in der Folge, „Anschlusserkenntnisse“ und dadurch wird die Bearbeitung von Fragen, die sich an diese Erkenntnisse anschließen, erst möglich. Ich denke, dass menschliches Denken generell „komplexitätsreduzierend“ funktioniert, das (menschliche) Gehirn also an sich automatisch die Auswahl und Zusammenführung von vermeintlich für das „Überleben“ relevanten Informationen durchführt. Die „Rationalisierung“, basierend sicher auf den Fortschritten der Informationsmedien, der menschlichen Lebenswelt hat nun den Raum geschaffen, um viel mehr als die zum elementaren Überleben notwendige Information als relevant einzustufen. (Ich denke hier auch an das Modell der Maslowschen Bedürfnisspyramide – die Grundbedürfnisse sind mehr oder weniger selbstverständlich abgesichert, so bleibt Raum für „Höheres“.) Ich denke auch, dass sich die Verarbeitungsfähigkeit des Menschen an die jeweiligen Veränderungen bzw. dem Fortschritt im Bereich der Informationsträger angepasst hat.
    Ich denke ebenfalls, dass sich dies auch in Bereich auf die elektronischen Informationsnetze geschehen wird.
    Ich denke aber nicht, dass dies bereits geschehen ist. Das
    Das Internet ist für das Gros der Menschen (in der westlichen Welt) seit 11, 12 Jahren wahrnehmbar, seit vielleicht 7 Jahren als „Massenmedium“ zu bezeichnen.
    Seit den 1970/80er Jahren gibt es ein sehr große Herausdifferenzierung und Pluralisierung im Bereich des Fernsehens als zweiten großen Leitmediums in der westlichen Welt. Die Entwicklung der Informationsnetze hat zu einer Beschleunigung des Nachrichtentransfers geführt – wo früher der Auslandskorrespondent nach zwei Wochen Recherche eine Depesche verschickt hat, bloggen heute – z.B. besonders deutlich im Fall „Irak“, Stichwort „Geiselenthauptungen“ etc. – die Protagonisten selbst.
    Was ich damit sagen möchte, ist, dass analog zu der von de Solla Price prognostizierten Entwicklung des Publikationsverhaltens entsprechend auch der Informationsdruck, der auf den einzelnen Akteuren lastet, steigt.
    Das die Differenzierung/Spezialisierung allein nicht der Königsweg sein kann, ist seit dem Bewusstsein um die – nicht nur technisch, sondern auch sozio-ökonomisch – vernetzte Welt deutlich. In der Wissenschaft wird dem mit trans- und interdisziplinären Ansätzen begegnet, in der Politik mit dem „Club of Rome“, Expertengruppen u.ä. .
    Dieses Ausschweifen hebt die vorliegende Diskussion natürlich ein wenig von dem ursprünglichen Thema fort, scheint mir zur Verdeutlichung meines Anliegens aber angebracht und bezieht sich ja auch ein wenig auf den ins Spiel gebrachten Begriff einer „nachhaltigen Informationspolitik“

    Um noch einmal den konkreten Bezug zum IB-Webangebot herzustellen:
    Gerade wir als „Information Professionals“ per se sollten uns intensiv mit den Möglichkeiten eines bewussten Umgangs mit Informationsmengen und ihrer „Nachnutzung“ beschäftigen und aus diesem Grund halte ich es durchaus für zweckmäßig, die – zugegebenermaßen eher bescheidenen und improvisierten – Möglichkeiten, die wir dafür haben, insgesamt als „Spielwiese“ oder – was schöner klingt – „Labor“ zu benutzen.
    Vielleicht sollten wir uns im (hoffentlich) weiteren Fortschreiten der Diskussion, die sich (ebenfalls hoffentlich) nicht zu einem Zwei-Personen-Dialog entwickeln sollte, auf dieses Bestreben – wozu ebenfalls die Ursache „Weblog als CMS“ zuzurechnen ist – orientieren und die unterschiedlichen Auffassungen zur Verwendung des Begriffs der Nachhaltigkeit erst einmal zurückstellen.

    Das Interessante an dem „Wissensarbeiter“-Argument ist für mich die Tatsache, dass es allgemeiner Konsens über die Notwendigkeit besteht, die praktische Umsetzung und der Nutzen aber – genauso wie es für das „Wissensmanagement“ an sich zu beobachten ist – aber doch sehr weiter hinter den theoretischen Vorstellungen zurückbleiben.

  41. 41Jakob

    Och nö, das lese ich mir jetzt nicht alles durch. Ich habe den Eindruck, dass Diskussionen egal in welchem Medium die Tendenz zum Ausufern haben. Wer Ergebnisse erwartet, sollte erstmal sagen, was rauskommen soll und danach das Medium wählen (Neuigkeiten: Weblog / Thematischer Hypertext: Wiki / Frage und Antwort: Forum oder Chat / Gelaber: geht überall). Wenn sich das Mukiwiki gut entwickelt, können wir ja noch ein IB Wiki einrichten.

  42. Lieber Jakob,
    ich hoffe, Du bezeichnest den vorliegenden Diskussionsverlauf nicht als “Gelaber” – schon gar nicht ohne ihn überhaupt gelesen zu haben.
    Außerdem ufern die Diskussionen am IB ja eigentlich nur aus, wenn ich mich beteilige. Ich gebe zu, dass ich schon etwas rücksichtslos vorgehe,
    ab ich mag mich nicht so gern zurück pfeifen, wenn ich ein paar wichtige Gedanken entwickle.
    Die Idee mit dem IB Wiki finde ich sehr gut und Du weisst – vgl. FORUM der Webredaktion – dass ich schon ein Weilchen darauf hoffe.
    Zur Mukoviszidose (Mukiwiki) kann ich leider Nichts beitragen
    Wenn Du so etwas aber zu unseren Linklisten einrichten möchtest, kannst Du das gern tun. Am Mittwoch trifft sich die Webredaktion wieder und ich hoffe sehr, Dich dort anzutreffen..

  43. 43Matti

    Jakob, für dich scheinen ja die jeweiligen Funktionen bzw. den zielorientierten Gebrauch der angesprochenen Kommunikationsmedien klar zu sein. Im Laufe der Diskussion wurden jedoch Gedanken entwickelt, die eine eindeutige Trennung derselben infrage stellen. Insofern wäre es schon schön, wenn du dir de Diskussion zu Gemüte führst und ein paar Gedanken beisteuerst, denn das könnte doch sehr fruchtbringend sein. Ich verweise da auf den Diskussionsstrang Forum vs. Weblog im Hinblick auf Nachhaltigkeit etc.

  44. 44Philipp

    Jetzt kommt ja doch so etwas wie Stimmung auf! Sehr schön …
    Gelabere kann ich in diesem Thread eigentlich auch nicht finden, wobei ich schon sagen muss, dass wir uns schon bemühen sollten unsere Beiträge und Kommentare knapper zuhalten und zu präzisieren. Alleine schon in Hinblick einer ev. stattfindenden und so nachdrücklich geforderten Synopse (die muss aber natürlich von Ben geleistet werden ).
    Du sagst sehr richtig (40), dass sich die „Verarbeitungsfähigkeit des Menschen an die jeweiligen Veränderungen bzw. dem Fortschritt im Bereich der Informationsträger angepaßt hat“ und bezweifelst dies für die heutigen elektronischen Informationen, die über das Netz verteilt sind. Völlig klar.
    Indirekt und wahrscheinlich ungewollt sagst Du sogar, dass wir Menschen die elektronischen Informationsnetze verarbeiten können oder lernen müssen sie zu verarbeiten. Und da liegt wohl der Fehler. Wir müssen heute keine elektr. Informationsnetzwerke verarbeiten, wir müssen nach wie vor Informationen (Knoten des Netzwerkes, oder auch Symbole) verarbeiten. Das ist ein großer Unterschied. Elektr. Netzwerke werden maschinell verarbeitet und das recht effektiv, und bald noch sehr viel effektiver (z.B. Semantik Web). Daher haben wir aktuell eine extrem gute Perspektive und sind einfachen automatischen Synopsen schon recht nahe. Also Anlaß zum Optimismus statt Pessimismus.

    Außerdem ist das Konzept der Wissensarbeiter ist nicht so theoretisch wie Du meinst, sondern sehr real und omnipräsent. Wie kommst Du darauf, dass das Konzept hinter den theoretischen Vorstellungen zurückbleibt? Es ist doch überall zu beobachten, dass immer größere Teile der Bevölkerung ausschließlich wissensbasierte Arbeit leisten (z.B. Informatiker, Berater, auch Bibliothekare, …). Das Konzept stammt übrigens aus der Soziologie (Niko Stehr, glaube ich). Ich hoffe wir sprechen vom gleichen Konzept.

  45. 1. Das Konzept des Wissensarbeiters geht soweit ich weiß auf Peter Drucker (The Effective Executive (1966)) zurück.
    Der Trend in Richtung Informations- bzw. Wissensgesellschaft in der Information bzw. Wissen zum bestimmenden Wettbewerbsfaktor wird, wurde Ende der 1960er, Anfang der 1970er besonders durch die Bücher von Daniell Bell zum öffentlichen Thema.

    2. Ich beschäftige mich Rahmen einer kleinen Arbeit mit den Möglichkeiten der Umsetzung von Wissensmanagement in Unternehmen und bin bislang noch nicht eine wirklich überzeugende erfolgreiche Umsetzung gestoßen. Vielleicht ist auch mein Anspruch an die Effekte zu hoch, aber nur ein bisschen Story Telling in einer Kaffeeecke ist in meinen Augen kein erfolgreiches Wissensmanagement, auch wenn mancher Berater das gerne so verkauft. Ich will nicht sagen, dass es keine sinnvollen Ansätze gibt, aber alles in allem bin ich eher pessimistisch, was einen “überlegenen” und entspannten Umgang mit der Materie angeht. Wer marktgängige Titel zum Thema WM anschaut und mit der Realität abgleicht, wird feststellen, dass gerade in diesem Sektor viel Lärm um Nichts gemacht wird. Mir fällt einfach die Diskrepanz zwischen der theoretischen Ebene mit dem semantic webs (da hilft auch ein “bald noch sehr viel effektiver” nicht)und semiotischen Thesauri auf der einen Seite und der Mehrzahl von verzweifelten Ein-Wort-Recherchen – auch von Wissensarbeitern – bei google (oder auch vivisimo, kartoo und a9) auf.

    3. Was die “Verarbeitung elektronischer Informationsnetze”, liest Du zuviel in meine Äußerungen.Es geht mir um kognitive Strukturen, die sich den möglichen Aufnahmeformen von Informationen irgendwie anpassen müssen. Zu den biologischen Schnittstellen zu den Informationsquellen (den Sinnesorganen) sind technische Schnittstellen (Bildschirme, Lautsprecher) getreten, die einen großen Teil der von uns aufgenommen Reize (6-7 parallel) anbieten. Und es ist schon eine Veränderung, wenn ich “multitaskend” acht Fenster auf meinem Bildschirm, Radionachrichten aus dem Lautsprecher und ein Buch aus dem ich zitiere nebeneinander verarbeite oder ob ich auf einer Wiese herumsense und unmittelbar “natürliche” Umweltreize aufnehme. Im ersten Fall ist die Zahl der kodierten Informationen und damit die “Präzision” bzw. “Bestimmtheit” weitaus höher als im zweiten, der doch eher im Bereich “tacit” einzuordnen ist.
    “Präzise Information” erfordert eine höhere Qualität an Logik und Rationalität.Die Verarbeitung von expliziter (wenn man es so nennen möchte) Information erfordert – möchte ich behaupten – ein “expliziteres Denken”. Diese Fähigkeit ist in meinen Augen die Schlüsseleigenschaft des Wissensarbeiters: eine hochrationale Informationsverarbeitung.
    Ich bestreite nicht, dass elektronische Netzwerke effektiv arbeiten. Sie arbeiten auf der Symbolebene sogar viel effektiver als jeder Mensch. Aber sie arbeiten – meinem kleinen Erfahrungshorizont nach – auch häufig ganz schön an der menschlichen Biologie vorbei. (Daher sind die Forschungsfelder HCI bzw. Usability, Interface-Design so wichtig.)

  46. 46Philipp

    Du hast Recht, Stehr ist nicht der Urheber des Konzepts Wissensarbeiter, aber heute einer der wichtigsten Vertreter dieses Konzepts. Ob uns das Modethema Wissensmanagement in diesem Zusammenhang weiterhilft. ??
    “Expliziteres Denken” musst Du sicher noch etwas ausführen.
    Das die heutigen Algorithmen noch nicht perfekt sind, kann man überall sehen, aber Du kannst dir sicher sein, sie werden erheblich besser. Soweit solltest Du die menschliche Natur doch aber kennen.

  47. Eben weil ich die menschliche Natur ganz gut zu kennen glaube, bewahre ich mir den Zweckpessimismus. Erheblich besser meint meiner Erfahrung nach selten mehr als “zweckadäquat”.
    Auf die Frage nach dem “expliziteren Denken” möchte ich mit Hans Blumenberg antworten.
    Dieser hat 1960 einen kleinen Text mit dem Titel “Studien zur Metaphorologie” veröffentlicht. In diesen analysiert er die Funktionen der Metapher und in der zweiten Funktion, der der Metapher als “Rudiment” findet sich etwas, was in meiner Vorstellung vom “nicht-expliziten” Denken entgegenkommt.
    Die Metapher ist danach ein “ungenauer Vorbegriff” bzw. eine “unklare Denkform” und im “Vorfeld der Begriffsbildung” anzusiedeln. Diese Metaphern bilden vage ab, “was sich von Philosophie und Wissenschaft präziser erfassen ließe”. Die von mir herausgestellte Unterscheidung entspricht also diesem Übergang von “Metapher und Begriff” bzw. von “Mythos zu Logos”, wobei ich die Transformation – ganz analog zu Blumenberg – nicht als zwingend sehe, sondern davon ausgehe, dass dieses “metaphorische Denken” durchaus auf entsprechende Wahrnehmungssituationen zugeschnitten ist.

  48. Zur Ausgangsfragestellung “Weblog als CMS?” siehe auch einen Text von Martin Roell:

    “Content-Management-System

    Weblogs lassen sich als einfache Content-Management-Systeme einsetzen. Auf diese Verwendung gehe ich in diesem Beitrag allerdings nicht weiter ein, da sie keine besonderen Herausforderungen stellt, die sich aus der Natur bzw. den speziellen Eigenschaften von Weblogs begründen. Außerdem lohnt sich dieser Einsatz vor allem für kleine Unternehmen.”

  49. 49Philipp

    Schön, dass wir zum Ausgangsthema zurückgekommen sind.
    Was für Unternehmen setzen denn heute Weblogs als Informationsmedium ein? Würde mich schon interessieren, wenn es dazu Erfahrungen gibt.

  50. Bleibt die Autorenzahl beim IB Weblog eigentlich konstant? Oder sind viele neue Autoren hinzugekommen?

  51. Wir haben seit der letzten Zählung zehn Autoren dazu bekommen und liegen nun bei 51. Diese ab 21 Beiträge beigesteuert (1×10, 1×5, 1×4, 2×1).

  52. 52Jakob

    15 Personen sind angemeldet und haben noch nie einen Eintrag verfasst – allerdings stören mich diese möglicherweise-Karteilichen nicht, da sie ja vielleicht noch zum Leben erwachen und zum Artikelschreiben möchte ich auch niemanden drängen.

  53. gibt es eine einfache Möglichkeit die Kommentare zu den einzelnen Posts aus der DB zu extrahieren?

  54. 54Jakob

    http://weblog.ib.hu-berlin.de/wp-commentsrss2.php liefert die letzten 10 Kommentare. Ich kann dir einen SQL-dump schicken oder du musst warten, bis endlich mal jemand eine OAI-Schnittstelle für WordPress programmiert.

  55. Danke Jakob, ich sag Dir bescheid wenn ich die Analysen mache. Einen SQL-dump schaue ich mir gerne schon mal an.
    Wolltest Du nicht mal den Webalizer fürs Weblog installieren?

  56. inetbib Forum wegen zu geringer Nutzung wieder gelöscht. siehe http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg28443.html
    Die Zahlen des IB Forum bestechen auch nicht gerade. …

    Ich glaube ja nach wie vor, dass Forum und Weblog nicht parallel benötigt werden. Nicht wenn das Weblog funktioniert.

  57. Na ja, wie haben noch ein internes Forum sozusagen als “Koordinationsboard” für die Webredaktion laufen, was noch nicht ganz tot ist. Das ist aber “nur für Mitglieder” und daher allgemein im Verborgenen. Was dem Forum fehlt, sind, denke ich, Impulse, d.h. also jemand a) der sich richtig darum kümmert und b) z.B. eine Einbettung in die Lehre (dasselbe gilt für das ib.wiki). Solche Medien werden von den Nutzern erfahrungsgemäß erst angenommen, wenn diese eine persönlichen Sinn mit der Partizipation verbinden. Dieses erfordert neben einer Einstiegsmotivation natürlich auch Gratifikation, z.B. dadurch, dass sie merken, dass ihre Beiträge gelesen, ernstgenommen und in einen Diskurs eingebunden werden. Da dies momentan nicht gegeben ist, liegt das Forum leider brach.

    Man sollte auch bei der Einschätzung des (ib)Weblogs nicht vergessen, dass dieses von eigentlich nur wenigen Autoren bestritten wird. Immerhin haben wir um die 90 registrierte Autoren…

  58. Ich bezweifel auch nicht, dass ein Forum nicht geeignet ist zur asynchronen Kommunikation.
    Ich glaube nur, wenn ein Medium wie z.B. eine Mailingliste oder ein Weblog funktioniert, dann ist es nicht notwendig und sinnvoll Kommunikation auf ein Forum auszulagern. Es ist sogar kontraproduktiv wie ja auch dieser Thread gezeigt hat.
    In Sachen Transparenz und Geschwindigkeit ist m.E. das Weblog dem Forum konzeptionell weit überlegen und viel zeitgemäßer. Die Kombination Weblog und Wiki finde ich einfach spannender.
    Ich glaube schlicht, dass die Weblogs die Foren als Mittel zur asynchronen Komm. bereits abgelöst haben. Das zeigen auch die folgenden Zahlen:
    Die 191 Teilnehmer des IB.Forums haben trotz intensiver Lehrveranstaltungsanbindung nicht einmal 200 Nachrichten verfasst, während das IB Weblog mit weit weniger Autoren in viel kürzerer Zeit mehr als das 10fache produziert hat, von der Qualität mal abgesehen.

  59. Na ja, “trotz intensiver Lehrveranstaltungsanbindung” – da ist wohl eher der Wunsch Vater der Formulierung. Und um noch eine Zahl aus dem geheimen Forum der Webredaktion nachzulegen:
    dort haben ca. 6 Autoren innerhalb eines Jahres immerhin 277 Nachrichten verfasst. Allerdings ist hier auch eine gemeinsame Aufgabe die Grundlage. Natürlich ist dieses Arbeitsforum letztlich nur Ersatz für eine geschlossene Mailingsliste – als dieser (jedenfalls vor dem Hintergrund meines E.mail-Rezeptions-Verhaltens) aber sehr gut geeignet. Die dortige Kommunikation wäre übrigens für das Weblog eher ungeeignet. Zur Begleitung von Lehrveranstaltungen sehe ich übrigens auch die Kombination weblog+wiki als eine optimale Variante: das Weblog zur Koordination, das Wiki, um “stehende” Inhalte zu entwickeln. Dabei würde ich für jede Veranstaltung aus Komplexitätsgründen ein eigenes Weblog bzw. eine Kategorie in einem Extra-Weblog zur Begleitung von Lehrveranstaltungen einrichten. Zeitgemäß wäre es allemal, aber auch ist ein großes Engagement erforderlich. Vielleicht spült uns ja der Bachelor ein paar hochmotivierte und technisch hoch kompetente Studierende ins Institut, die wir für so etwas instrumentalisieren können.

    Momentan ist leider festzuhalten, dass auch von Seiten der Studierenden nur punktuell das Bedürfnis zur Nutzung dieser Medienformen besteht.

  1. [...] Blogs und damit selbstverständlich auch für uns. Immerhin: 50 Kommentare wie bei diesem Beitrag bei uns zuhaus, gab es dort noch nie.. Geschrieben von Ben um [...]

  2. [...] Kurzzeitstatistik — [Trivia] Am 30. September gab es den 1000sten Beitrag im Weblog. Momentan sind wir bei Beitrag Nr. 1149. Das ergibt im Schnitt ca. 5 Be [...]

  3. [...] die Plattform des IB Weblogs “WordPress”. Der Artikel steht in Verbindung zu Beitrag 1000 . Es gilt 57 Kommentare zu schlagen Geschrieben von Philipp_Mayr [...]

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