Bookie-Woogie: Bücher im Webspace, in der FAZ und überhaupt

Für Besucher gilt: Ein Blick ins Bücherregal spricht Bände. Natürlich muss man heutzutage dafür nicht mehr aus dem Haus. Man trifft sich auf deutschsprachigen Internetseiten wie Lovelybooks, Booktick oder Buechertreff. Dort zeigen Bibliophile ihre private Büchersammlung, geben Empfehlungen ab und diskutieren Werke ihrer Lieblingsautoren. In den Vereinigten Staaten sind solche Leser-Communities der Renner, hierzulande agieren sie noch weitgehend im Verborgenen, der Durchbruch blieb bisher aus.

In ihrer morgigen Ausgabe liefert die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrem Feuilleton eine Rundumschau zu Buch- und Lesecommunties im deutschsprachigen Internet, u.a. zum genannten bislang eher fragwürdigen Ansatz des buch.de-Portals Alexandria (Leitspruch:”Entdecken Sie, was andere gerne lesen, hören oder sehen …”) , zu booktick (mit dem Kampfslogan: “Alle Macht dem Leser!”) und vor allem zum im Erscheinungsbild eher dezenten Holtzbrinck-Angebotes lovelybooks. Librarything.com (“What’s on your bookshelf?”) wird kurz erwähnt, wogegen die readbox (Selbstbeschreibung: “Plattformfür unabhängige Lesekultur”) für den Artikel nicht rechtzeitig online ging… Ebenso vermisst man den FAZ-Lesesaal, der allerdings ein etwas anderes Konzept verfolgt. Die Auswahl ist allgemein dennoch mächtig groß und wer hier nichts findet, aber twitter mag, wird swotter (“A new kind of talking book.”) lieben. Unsere Lesecommunity heißt übrigens Café oder Kaffeehaus (“Alles (Chivas) Regal!”) und funktioniert auch ganz gut, zumal man hier auch einfach still beieinander sitzen und nur lesen kann. Allerdings gilt in diesem Umfeld nicht:

wer damit nicht einverstanden ist, der kann, in der schönen neuen Welt des „Mitmach-Webs“, die Freundschaft mit einem Klick ganz einfach beenden.”

Geöffnet ist das Ganze außerdem nicht 24/7. Aber in den freien Minuten können wir immer noch z.B. Poultrygeist auf Lookybook (Motto: “Take a look, click a book.”) durchblättern und unseren Lektürestatus im WWW zur Schau stellen.

(Roebke, Julia: Spione in Lokis und Saris Buchregalen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.06.2008 Seite 46)

4 Responses to “Bookie-Woogie: Bücher im Webspace, in der FAZ und überhaupt”


  1. Während draußen vor dem Fenster euphorisierte Freizeitsänger in Schwarz-Rot-Gold vorüber hupen, freuen wir uns, dass die FAZ noch einen Link zum Volltext des Artikels liefert, den Manu entdeckt hat.

  2. Hallo Ben,

    inzwischen sind wir – zumindest in “Closed Beta” – online und laden jede/n Interessierte/n gern ein, sich selbst ein Bild zu verschaffen und Input und Anregungen zu geben!

    Mit unseren Ideen und der Entwicklung sind wir noch lange nicht am Ende, aber schon jetzt kann man jedes Buch in der readbox komplett und kostenlos online lesen und hören, jedes Buch gedruckt oder als E-Book kaufen (in verschiedenen Formaten, z.B. für iPhone, als mobipocket- oder pdf-Datei) und die eigenen Lieblingsbücher (-genres, -autoren, -themen) mit anderen Nutzern vergleichen und nicht zuletzt schnell und einfach eigene Bücher veröffentlichen – als gedruckte oder elektronische Version (in vielen verschiedenen Formaten).

    Gern schicke ich Dir einen Zugangscode!

    Gruß, Torsten

  3. Das Thema ist ja bereits aus dem letzten Jahr aber ich poste mal dennoch. Ich hatte auch eine ganze Weile nach einer Community gesucht die zum einen nicht so altbacken ist und zum anderen viele features bietet, die nicht nur auf Bücher kaufen ausgerichtet sind. Ich habe für mich eine Community entdeckt, bei der der Austausch zwischen den Usern im Vordergrund steht. Zunächst kann man seine Lese-DNA entschlüsseln lassen, um dann User zu finden, welche einen ähnlichen Buchgeschmack haben. buchregal kannst du nach deinem Geschmack gestalten
    Momentan ist das noch eine sehr kleine Community. Es herrscht eine Art Goldgräberstimmung. Alle User sind sehr engagiert und ich denke in ein paar Wochen geht da richtig die Post ab.
    Momentan gibt es zum Ankurbeln ein Wettbewerb, bei dem man ein Buchpaket gewinnen kann.
    Aber mehr erzähl ich lieber nich, weil ich wills ja haben…;-))
    Judith

  4. Hallo Leute,
    der seite ist http://www.buchgesichter.de.Für diejenigen, die ihre Lese-DNA noch nicht entschlüsselt haben, müssen gleich die Seite ausprobieren. Vielleicht werden wir DNA-Nachbarn ;-)

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